Die Sache mit der guten Laune.

Tja. Wer kennt es nicht? Man hat einfach schlechte Laune. Man ist irgendwie nicht in Stimmung. Man fühlt sich nicht wohl. Man hat einen schlechten Tag. Und das bereits bevor man das Bett verlassen hat.

Dann kommt man ins Büro, ist schon vollends mies drauf, weil man auf der Autofahrt zum Büro diverse Langsamfahrer vor sich hatte (siehe Beitrag Verkehr) und weil man schließlich zur Arbeit muss.

Am besten wäre es also, wenn man von einem Kollegen direkt auf dem Flur begrüßt wird: „Hallo Frau Meyer/Müller/Schneider, können Sie mir sagen, ob der Vorgang XY schon erledigt ist?“

Ja wow. Das ist es doch, was wir wollen. Die Jacke noch an, Regentropfen kullern von der Stirn und die Kollegen stehen auf dem Weg zum Büro Schlange um dusselige Fragen zu stellen. Yeah. Welcome to Office-Life.

Ich persönlich hasse es wie die Pest, wenn man morgens schon in (oder noch schlimmer VOR) meinem Büro auf mich wartet und nicht mal wartet bis ich meine Jacke ausgezogen habe. So eilig KANN NICHTS SEIN!

Aber gut, manche mögen das anders sehen. Diese manchen Leute lieben bestimmt auch die Menschen, die 1 Minute vor der Mittagspause nochmal eben etwas ausgedruckt haben möchten. „Ist nur eine kleine Excel-Datei. Die brauche ich bitte gleich in den Besprechungsraum gebracht. Bin spät dran. Danke.“ Als erfahrene Sekretärin weiß ich, dass es folgendermaßen aussieht: die Excel-Datei ist nicht klein. Ganz im Gegenteil: das komplette Universum wird quasi anhand von Zahlenmaterial in dieser Datei erklärt. Und zwar nicht in einem Reiter, sondern in siebenunddrölfzig. Diese wollen alle ausgedruckt werden. Macht man es zum ersten Mal und ist noch etwas naiv, so drückt man einfach auf Drücken und es geht los. Ups. Leider sind die Reiter nicht richtig formatiert und es wird nicht alles gedruckt. Gefühlte 3 Stunden später hat man dann alles ausgedruckt und bringt es in den Besprechungsraum. „Ach danke, die Zahlen brauchen wir wohl doch nicht.“

Und die Mittagspause ist schon ewig vorangeschritten. Super.

Am Nachmittag hat ein Kollege noch den Wunsch nach einem Hotel. Aber nicht irgendeins. Ein bestimmtes in der Nähe des XY Flusses. Jahaaaa aber leider gibt es dort laut Buchungsportal keine freien Zimmer mehr. Es wird nicht etwa auf ein freies Hotel ausgewichen, nein. Es muss direkt beim Hotel angerufen werden. Man kriegt natürlich eine Abfuhr. Dann soll über Google Maps nach einem in der Nähe gelegenen Hotel gesucht werden. „Die sind ganz ok, aber von den Socken hauen die mich jetzt nicht.“ Ja DU SOLLST DA AUCH KEINEN WELLNESS-URLAUB MACHEN…

Hotel endlich gefunden und der Feierabend steht vor der Tür. Da kommt noch die nette Kollegin rein, die immer gern etwas redselig ist. Sie redet gern. Sie redet viel. Sie redet über Dinge, die dich in diesem Moment absolut nicht interessieren. Du vergisst deinen Einkaufszettel im Büro, lässt versehentlich das Licht an und lässt das in der Mittagspause gekaufte Fleisch im Kühlschrank liegen.

Aber: Du musst gute Laune haben! Sobald sie dir anmerken, dass du schlecht gelaunt bist, umtüddeln sie dich und stellen dir wahnsinnig nervige Fragen. Also tu selbst bei der miesesten Laune so, als wärst du total happy mit der zusätzlichen Arbeit, dem Stress am Morgen, der verspäteten Mittagspause, dem vergessenen Einkaufszettel und deinem frustrierten Dasein.

If you look happy, they are happy. If they are happy, you’re gonna have a good day.

In diesem Sinne

Xoxo

Eure Alex

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