Berlin, Berlin.

[…] hier könnte was Spannendes stehen. Tut es aber nicht.

Wir entschieden uns für die Bus-Bahn-Bus-Variante. Was im Detail bedeutet: jeder stieg an seiner „hauseigenen“ Bushaltestelle im Heimatdorf ein. Muttis Station ist zwei von meiner entfernt, ich war also die Erste. Dort stiegen auch insgesamt nur 4 weitere Personen ein. Sehr überschaubar das Ganze.

Auf dem Weg zum Bahnhof in der Stadt gab es schon den ersten „Blickfang“. Eine Fahrradfahrerin war von einem Auto angefahren worden und lag auf der Straße. Sah nicht gut aus. Die Frau, nicht die Straße.

Wir liefen um das Bahnhofsgebäude herum, was selbstverständlich schon seit Ewigkeiten saniert wird, um uns die Tickets zu besorgen. Der Metronom-Ticketautomat war natürlich außer Betrieb. Der Bahn-Automat funktionierte. Was zum Knabbern holten wir uns noch und dann sollte die wilde Fahrt losgehen. Bis Hamburg wollten wir mit dem Metronom fahren.

Mein Papa kam noch kurz zum Tschüss sagen vorbei. Er arbeitet auch bei der Bahn und hatte seine orangefarbene Latzhose an und sein Funkgerät am Mann. Sehr süß 😍 er war extra da um Mutti noch einen Abschiedsknutschi zu geben. Schnulzige Spießer. ❤️

Wir entschieden uns – typisch wir – für einen Klappsitz im Snackwagen. Die Sitze sind viel cooler als die normalen in der 2. Klasse.

Ach, die 2. Klasse … da fällt mir doch glatt noch eine Geschichte zu ein. Einige Tage vor unserer Reise wurde ich belehrt, wie viel besser doch die 1. Klasse wäre und dass es in jedem 1. Klasse-Wagen ein WC gäbe und man mehr Beinfreiheit hätte.

Umso amüsierter war ich, als eine gut betuchte ältere Frau aus der 1. Klasse kam, an uns vorbeilief und -ich habe sie beobachtet – das WC im anderen Wagen aufsuchte. Ha! Es war also gelogen! Und die Beinfreiheit auf meinem Klappsitz war phänomenal, also: 2. Klasse ist mehr mein Ding 😉

Wo war ich? Achja. Der Snack-Wagen. Mutti und ich freuten uns auf ein Stück Schokolade aus dem gut gekühlten Automaten. Ich lief also hin und wollte mal die Auswahl betrachten. Pustekuchen! Der Metronom kann nicht nur defekte Ticket-Automaten, sondern auch kaputte Snack- und Getränkeautomaten 😂

Wir haben es überlebt. Natürlich sind wir immer vorbereitet und hatten ja Snacks dabei 🙂 Die Ankunft hätte sich fast noch verzögert, da es bei gefühlt jeder Haltestelle Menschen mit Fahrrädern gab, die es nicht geschafft haben, in den richtigen Wagen einzusteigen. Dies wurde dann vom Lokführer lautstark und vor allem mehrmals kommentiert. Typisch deutsch! Man stelle sich die Menschen vor, die einen Anschlusszug in Hamburg hätten verpassen können, nur, weil dieses Rad nicht in Wagen 3 stehen durfte, sondern in den 2. Wagen gehörte.

Mittlerweile sitzen wir im Flixbus. Sogar nebeneinander, wonach es zunächst nicht aussah. Ein Gedränge und Gerangel war das beim Einsteigen. Man man man. Aber die Taschen sind drin, wir sind drin, haben Snacks und Mutti liest während ich diesen Beitrag schreibe.

Ok. „Wer raucht in Toilette, bitte kommen Sie nach vorne.“ Wow. Das wird hier scheinbar auch noch spannend. Wollen wir uns kurz über die Typen vor uns unterhalten, die Bier trinken, obwohl es verboten ist? Oder über die Tatsache, das einer von Ihnen die ganze Zeit Swingerclubs samt Rezensionen auf seinem Handy anguckt?!? Es wird dort ausgiebig beschrieben wer mit wem und wie und wie lange und wo und mir ist gleich schlecht. Bin nicht verklemmt, aber das ist mir too much. Achja. Er war auch derjenige der gerade runter zum Busfahrer musste und gefragt wurde, ob er auf Klo geraucht hat. Nein hatte er nicht. Wir fuhren auf einen Parkplatz. Mutti ab nach unten weil sie draußen eine rauchen wollte. Nix is. Der Stopp war nur, weil der Busfahrer die Sache mit dem Ilo kontrollieren musste. Wir fuhren weiter. Dann kam die Durchsage: es wurde nicht geraucht, sondern der Notruf alarmiert. Wir wurden dann nochmal alle freundlich darauf hingewiesen, dass wir den Knopf nicht drücken dürfen, denn „rot ist Gefahr!“ Die Herren vor uns sehen alle aus wie Inder. Der Busfahrer ist auch mit einem FREUNDLICHEN Akzent ausgestattet, denn laut dem Flixbus-Versprechen hat man immer einen FREUNDLICHEN Busfahrer. Wow. Wow. Wow.

Bis Berlin ist es noch eine Stunde. Vielleicht schließe ich die Augen oder male alle Kästchen meines Karo-Blocks aus. Mal sehen. Auf jeden Fall wird es mir eine Freude werden 😎 denn: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin❤️

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