Viel denken = wenig denken?

Ich befürchte heute erlebt Ihr mich maximal verwirrt und geistig auf einem ganz anderen und definitiv falschen Level. Darauf wollte ich Euch kurz vorbereitet und davor gewarnt haben 😉

Worum drehen sich meine Gedanken heute? Um das Denken. Und zwar nicht das Denken im Allgemeinen, sondern eigentlich viel mehr um das „weniger nachdenken“-Ding. Ich kenne es von mir selbst, dass ich meist zu viel über die Dinge nachdenke und mich zu viele Gedanken zu vielen Themen mache. Ich diskutiere vor schwierigen Situationen manchmal mit mir selbst, in der Hoffnung, dann besser auf die Situation vorbereitet zu sein. Ich denke viel über die Liebe, den Sinn des Lebens, die innere Uhr und mich selbst nach. Auch über bereits gemachte Fehler, aber auch schöne Erlebnisse denke ich viel nach. Im Grunde würde ich behaupten, dass ich ZU viel nachdenke.

Nun ist es ja scheinbar gerade sehr in Mode, dass man versucht seinen Alltag minimalistischer zu gestalten und mehr auf sich selbst zu achten. Man sollte sich weniger Stress machen bzw. weniger Situationen Stress in uns entstehen lassen.

[Denn der Stress kommt von Innen und nicht von den Situationen an sich ]

Und ich lese aktuell in vielen Zeitschriften, in Blogs, höre in Podcasts und in Videos auf Youtube, wie man weniger nachdenkt und warum es gut ist, Dinge auf sich zukommen zu lassen und gelassener zu sein etc.

Natürlich habe ich mich mitreißen lassen. Ich habe viele Videos gesehen, Beiträge gelesen und habe mir dadurch auch selbst mehr Gedanken über meinen Konsum, mein Ich, mein Umfeld und alles mögliche gemacht.

Heute kam in mir die Frage auf: Was mache ich hier eigentlich? Denke ich gerade viel darüber nach wie ich es hinkriege weniger viel nachzudenken? Huch?! Was ist das denn bitte für ein Schwachsinn? Das muss mir mal jemand erklären, wo da der Sinn ist.

Ist ja schön und gut, wenn man auch über Umwege ans Ziel kommt und wenn man die Vergangenheit nicht rückgängig machen sowie über die Zukunft nicht bestimmen kann. Aber ich denke ich werde mir auch weiterhin viele Gedanken über die Liebe und über Situationen machen. Ich werde weiterhin in Erinnerungen schwelgen, in guten wie in schlechten.

Und um diesen Beitrag noch abstruser werden zu lassen, muss ich Euch sagen, dass ich mir heute die Frage gestellt habe, ob wohl in jeder Nimm2 Packung auch wirklich eine gerade Menge an Bonbons enthalten ist. Wäre ja sonst Schwachsinn mit dem „Nimm2“.

BÄM!

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