Der Herbst ist da.

Hier sind sie nun also. Meine ersten Herbstbilder. Der Herbst hat nun endgültig Einzug gehalten und es wird immer kühler. Die Heizung ist seit dem Wochenende an und die Wolldecke ist stets an meiner Seite 😉 Einen wunderschönen Herbst wünsche ich uns ❤

 

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Berlin .. oh Berlin.

Wir sind dieses Wochenende von Samstag auf Sonntag in Berlin mit der Familie des Mannes. Letztes Jahr zu Weihnachten hatten wir seinem Vater schon diesen Ausflug geschenkt und jetzt nun wollen wir den Gutschein endlich einlösen. Meine Freude in Bezug auf Familienausflüge ist eher begrenzt. Meine Freude in Bezug auf Berlin aber grenzenlos. Zwei Dinge, die es nun zu kombinieren galt.

Ihr erinnert Euch vielleicht noch ein meine letzten beiden Beiträge aus Berlin bzw. von der An- und Abreise. Dort hatte ich beschrieben wie ich mit meiner Mama sehr abenteuerlich hergekommen und wieder abgereist bin. In meinen Augen sehr lesenswert 😉

Nun denn … wir sind dieses Mal mit zwei Autos gefahren, haben unterwegs Frühstückspause mit Brettchen und Butter aus der Tupperdose gemacht. Gestern Abend waren wir gutbürgerlich essen und da fiel es mir besonders auf. Wir hätten im Keller einen coolen Platz bekommen können an Hochtisch-Plätzen. Das Ganze hätten wir etwas zusammenschieben müssen aber es wäre eine coole Atmosphäre gewesen. Es kam ein Widerspruch aus der Gruppe, es sei zu eng wenn man dort essen wollte. Im Endeffekt saßen wir 7 Leute dann draußen an einem Tisch für 6. Ich saß in einer Ecke und hatte sehr wenig Platz. War natürlich nicht so eng wie unten. Und warum? Weil es darum gar nicht ging. Worum auch immer, aber um „eng“ oder „nicht eng“ ging es definitiv nicht. Mir war es egal weil ich normalerweise mit einem Börek am Kotti auf dem Boden sitze 😂 aber amüsant fand ich es dennoch.

Das sind die Unterschiede wenn man eine andere Reisegruppe dabei hat. Wir haben einige tolle Ecken gesehen und ich habe ein paar schöne Bilder gemacht. Aber halt alles etwas anders und eher „anständig“ und „zivilisiert“. Es hat Spaß gemacht und war nett.

Aber ich bin dann doch eher der entspannte Mensch der auf dem Boden sitzt weil einem grad danach ist. Ich gehe hier gern auf Flohmärkte und in Secondhandshops und ich genieße es einfach nur hier so sein zu können wie ich bin. Ach ja, was ich hasse: sich durch sein Verhalten stark als Touri outen. Buh, da bin ich leider gar kein Fan von. Nö.

Bis bald schönes Berlin.

Smalltalk – und warum er mich anwidert.

Niemand will wissen wie es Dir geht. Und niemand will wissen was Du wirklich denkst und fühlst. Also behalte es bitte für Dich und belüge Dich und die Menschen um Dich herum.

Tja, es hört sich hart und weit hergeholt an. Aber das ist es keinesfalls. Hart schon. Zumindest für diejenigen – wie mich -, die sich damit genauer befassen und gewisse Handlungen für sich bewerten und analysieren. Mir wird oft gesagt, ich denke zu viel. Mache ich in der Tat. Aber ich denke mir ja nichts aus und ich bin auch nicht unrealistisch in meinen Gedanken. Meist zu optimistisch und immer viel zu hoffnungsvoll, aber trotzdem realitätsnah. Ich möchte Euch gern ein wenig mit in meine Gedankenwelt zum Thema „Smalltalk“ nehmen…

Folgende Situation gab es neulich:
Ich laufe über den Flur und bemerke einen Kollegen vor mir, den ich recht selten sehe. Ich: „Na junger Mann.“
Er: „Ach Alex, wie geht es Dir?“
Ich: „Naja, muss ja. Und Dir?
Er: „Immer nur halb so gut wie Dir.“
Wir grinsen uns an, er geht in sein Büro und ich gehe zu meinem.

Was das Problem war? Nunja, hier hat es niemanden interessiert, wie es dem anderen geht. Es wurde gefragt, ja. Aber wissen wollte es eigentlich keiner von dem anderen. Und leider erlebe ich das nicht nur einmal im Monat, in der Woche oder am Tag, sondern ständig. Manche Menschen habe ich es schon wissen lassen, wie fürchterlich ich Smalltalk finde und dass ich das nicht brauche. Natürlich auf die freundliche Art 🙂 Ganz Sekretärin. Aber mal ganz im Ernst: Warum verschwenden wir so viel Zeit unseres Lebens mit diesem überflüssigen Smalltalk? Wenn mich ein Kollege anruft und mir eine Aufgabe per Telefon geben will, warum fragt er mich dann erst noch ewig aus wie es mir geht? Wenn ich ihm dann nämlich antworte, dass es mir gerade nicht so gut geht, dann kommen Antworten wie „das ist ja doof, Du ich habe hier folgende Aufgabe“ oder so. Geil war auch einmal „Du hast so eine tolle Telefonstimme, das ist mir neulich schon aufgefallen. Demnächst müssten mal Leute angerufen werden, würdest Du das netterweise übernehmen? Mit Dir möchten die Leute sicher lieber telefonieren als mit mir“. Ich weiß leider genau, dass es nicht um meine Stimme ging, sondern darum, dass er diese Aufgabe gern verteilen wollte.

Hier muss ich leider sagen: mit mir kann man Klartext sprechen. Wenn man etwas von mir erledigt haben möchte, dann muss man mir das nur sagen und ich mache es (meistens). Man muss mir keine nicht ernst gemeinten Komplimente machen, mich nicht fragen wie es mir geht (wenn es einen nicht interessiert) und mich nicht vollsabbeln – einfach fragen und gut. Natürlich gehört es zu unserer Gesellschaft, dass man leichte Konversation betreibt. Wenn man sich im Fahrstuhl trifft, dann wird immer über das Wetter gesprochen. Ist ja auch ok. Für mich persönlich auch schrecklich weil es im Grunde niemanden interessiert, aber es ist ok.

Was für mich leider noch erschrechend hinzukommt, ist, dass man nicht nur mit Fremden oder Kollegen Smalltalk betreibt, sondern auch teilweise mit der Familie oder mit Bekannten/Freunden. Man schreibt sich ab und zu und fragt wie es dem jeweils anderen geht. Man fühlt sich dazu gezwungen dem anderen zum Geburtstag zu gratulieren und man denkt ab und zu „oh, wir müssten uns mal wieder treffen“. Aber will man das auch? Hätte man sich nicht schon längst getroffen, wenn man es wirklich gewollt hätte? Hm. Kann man so oder so drüber denken. Mich stört daran aber besonders, dass man im Zeitalter von Whatsapp und Co. so viel redet und schreibt, aber so wenig damit sagt. Jeder schreibt mit jedem und jeder ist mit jedem bei Facebook befreundet. Aber wem würde man von seinem Liebeskummer erzählen? Wen würde das interessieren und wer würde einem Tipps und Ratschläge geben? Das kann nur jemand, der Dich nicht fragt wie es Dir geht, denn dieser jemand weiß wie es Dir geht. Und er weiß es teilweise besser als Du selbst. An dieser Stelle möchte ich ein kleines Herz an zwei besondere Personen senden <3.

Ich habe seit einer Weile ein kleines Experiment laufen. Wenn mich bestimmte Leute fragen wie es mir geht, dann antworte ich ehrlich. Und wenn ich an dem Tag sagen muss, dass es mir scheiße geht, dann sage ich das auch. Ich will die Reaktionen von den Leuten sehen und will wissen, wer sich wirklich dafür interessiert warum es mir an diesem Tag scheiße geht. Je nach Reaktion weiß man dann für sich selbst auch, wie viel man von sich zukünftig preisgibt und wie man mit den Leuten umzugehen hat. Der Kollege, den ich am Anfang nannte, gibt immer solche Antworten wenn man ihn fragt wie es ihm geht. Mittlerweile gebe ich immer bestimmte Antworten zurück, weil ich weiß, dass ich mich in dem Moment wieder in einem Spiel befinde. Oder mit anderen Worten: in einem Film.

So oft komme ich mir vor, als wäre ich Schauspielerin und mein Leben wäre ein Blockbuster. Wenn ich alt bin, dann möchte ich gern mal eine Biografie schreiben und so wie ich die Sache sehe, ist in meinem Leben schon genug passiert, dass ich genügend Stoff für einen Blockbuster beisammen hätte. Aber muss es denn sein? Muss man immer nur Dinge vorspielen? Gefühle vorspielen? Gute Laune vorspielen?

Abschließend möchte ich Euch gern einen Spruch mit auf den Weg geben der in meinem Büro in Form einer Postkarte hängt:

„Ich will gar nicht perfekt sein, dann mögen mich nur die falschen Leute.“

Ich hänge hinterher … | Was ist los?

Ich habe die Sommerpause beendet und wieder mit meiner Geschichte begonnen. Mir war es immer sehr wichtig, dass die Geschichte frisch am Freitag erscheint und ich habe jeden Donnerstagabend daran geschrieben. Ich habe mich manchmal dazu zwingen müssen, wenn ich etwas vorhatte oder wenn es mir nicht besonders gut ging. Das rechtzeitige Erscheinen der Geschichte am Freitag hatte für mich oberste Priorität. Es hat nach wie vor eine hohe Priorität bei mir und ich bin sehr enttäuscht von mir, weil ich am Freitag nichts hochgeladen habe.

Das bezieht sich leider nicht nur auf die Geschichte, sondern auch auf meine August-Challenge. Ich habe mich darauf gefreut, mit Euch zusammen durch den August zu kommen, mir ein Ziel vorgenommen, mir vorgenommen jeden Tag etwas über meinen Tag, mein Essverhalten und meine sportliche Betätigung zu posten … doch damit habe ich mich übernommen. Das muss ich klar und ehrlich zugeben.

Mein Leben ist aktuell etwas durcheinander und es gibt viele Baustellen. Ich wollte etwas Routine reinbringen mit der August-Challenge, doch ich merke, dass ich eher etwas innere Ruhe in mich reinbringen muss. Ich fühle mich von mir selbst unter Druck gesetzt, wenn ich daran denke, jeden Tag etwas hochladen zu müssen. Vor allem dann, wenn ich keinen Salat oder keine Suppe gegessen habe, weil es der Tag halt einfach nicht hergegeben hat. Ich mag Euch dann auf der einen Seite nicht anlügen, will Euch aber auf der anderen Seite auch nicht meine Nudeln und meine Schokolade zeigen. Versteht Ihr?

Etwas schwierig, das alles unter einen Hut zu kriegen: Youtube ist zu einer kleinen Leidenschaft geworden, wobei ich noch sehr viel üben muss, mich sehr viel mehr selbst lieben und ertragen lernen muss und auch inhaltlich traue ich mich an viele Themen noch nicht ran. Aber daran will ich arbeiten.

Instagram ist ebenso eine Baustelle auf der ich gern viel aktiver wäre, weil ich diese Plattform toll finde. Und meinen, diesen, Blog will ich auch so gern aktiver bearbeiten, mit mehr Leben füllen und mich hier auch kreativ austoben. Ich bin noch ein absoluter Anfänger auf den drei Gebieten, aber ich habe großes Interesse, mich hochzuarbeiten.

Mit meiner Geschichte ist es so, dass ich sie für Euch immer frisch schreiben wollte. Nun habe ich aber gemerkt, dass man manchmal einfach Schreibblockaden hat und dass man manchmal gefühlstechnisch in einer komplett anderen Welt lebt als die, von der man in der Geschichte berichten will. Dafür bin ich zu wenig Schriftstellerin, als dass ich mein komplettes privates Leben ausschalten könnte, um mich in die Lage der Marie zu versetzen und nur an sie zu denken.

Manchmal sitze ich da und frage mich, ob das Anstellerei ist und ob erfolgreiche Blogger/Vlogger/Youtuber/Instagramer/Influencer sich einfach die Zeit nehmen, die es braucht, egal ob sie noch etwas anderes zu erledigen haben und egal ob sie krank sind oder nicht. Der Unterschied zwischen vielen von denen und mir ist aber vermutlich, dass ich Vollzeit arbeite und am Wochenende Stiefmutti für 2 Kinder spiele. Ich gehe manchmal einer Nebentätigkeit nach, lerne gerade Spanisch, habe ein großes Haus was sauber gehalten werden will und brauche diese Plattformen nicht um Geld damit zu verdienen. Viele Leute machen das hauptberuflich und nehmen sich halt einfach die Zeit, weil sie mehr Geld verdienen wenn sie mehr posten/filmen/zeigen etc.

Aber muss ich das deswegen auch tun? Ich denke es sollte mir in erster Linie Spaß machen und mich nicht unter Druck setzen. Ich hoffe Ihr habt Verständnis dafür, dass ab sofort nicht jeden Freitag ein neuer Teil meiner Geschichte kommt. Ich werde aber versuchen, trotzdem wöchentlich etwas dazu zu schreiben und ich werde auch was andere Beiträge angeht versuchen etwas öfter was mit Euch zu teilen. Versprochen.

xoxo
Eure Alex

13.08.

Ha! Ich dachte ich könnte heute mal rechtzeitig etwas hochladen 😉

Heute war ein doofer Tag, daher habe ich heute mein Mittagessen ausfallen lassen. Zum Frühstück gab es Vollkorntoast mit Hähnchenbrust und Käse. Allerdings habe ich nicht aufessen können, da eine Wespe in meinem Büro war und das Brot für sich beansprucht hat 😂

Zwischendurch gab es einen Apfel und einen Schokoriegel. Zum Abendessen gab es leider ungesunden Kram (Kartoffeltaschen und Nuggets 🙈). Aufgrund des ausgefallenen Mittagessens habe ich aber ein nicht ganz so schlechtes Gewissen.

Die Gartenarbeit ist aufgrund von Regen heute ausgefallen, aber dafür habe ich ein paar Fitnessübungen gemacht 😉

Es ist nicht einfach, wieder komplett in die gesunde Ernährung überzugehen und mehr Sport zu machen, wenn man es nicht zu 100 % will. Und manchmal will ich es einfach nicht genug. Mal schauen wie es den restlichen Monat klappt. Bin aber dennoch stolz auf mich, weil ich mich was das Naschen angeht ganz gut im Griff habe 🙂

12.08.

Hier nun endlich meine Zusammenfassung des gestrigen Tages 🙂

Zum Frühstück gab es bei mir Müsli. Verhältnismäßig ein kleines Frühstück auf einem Sonntag, aber ich war danach mit meinem Papa zur Gartenarbeit verabredet. Daher musste es schnell gehen.

Wobei wir schon bei den Tätigkeiten von gestern wären: Gartenarbeit, Hausarbeit, kleine Radtour.

Es gab zum Mittag eine kleine Gulaschsuppe mit Brot zum Eindippen und abends hatte ich Basmatireis mit einem Rote-Linsen-Matsch. Es sollte ursprünglich eine Suppe werden. Aber dafür hat es flüssigkeitstechnisch leider nicht gereicht 😂

11.08.

Ich traue mich gar nicht, etwas zum gestrigen Tag zu sagen. Er war nicht besonders gut.

Grundsätzlich habe ich recht wenig gegessen, denn das Mittagessen fiel aus. Aber das Abendessen gab es erst spät und es war wieder keine Suppe. Es gab Steak mit Kartoffelstampf und Möhrchen.

Ich habe zwischendurch kaum genascht und da ich den halben Tag Magenschmerzen hatte, hatte ich auch keinen wirklichen Hunger.

Heute wird es etwas anders, denn ich habe extra die eine oder andere Zutat gekauft, die für meine hoffentlich leckere Suppe gedacht ist. Ich werde Fotos machen und vielleicht werde ich Euch auch bei Instagram in meiner Instastory (schumsmaus) mitnehmen 🙂

Habt einen tollen Sonntag!

10.08.

Leute, Leute, Leute … das geht ja gut los. Gestern war viel los und da habe ich es glatt vergessen Euch von meinem Tag zu berichten.

Gestern fiel es mir teilweise recht schwer, nichts zu essen.

Morgen zuhause hatte ich ein Müsli, auf der Arbeit dann ein Sandwich wie am Donnerstag mit Salat, Gurke, Hähnchenbrust und Bresso Kräuter. Zwischendurch habe ich im Laufe des Fages eine Birne, eine Banane und einen Pickup gegessen.

Mittags gab es Rindersteak mit Salat und Bratkartoffeln bei unserem Sommerfest. Ich hätte auf die Bratkartoffeln verzichten können, aber Verzicht heißt bei mir schlechte Laune 😀 abends wollte ich eine Suppe machen, aber es kam dazu, dass ich einen Döner gegessen habe (Schande über mein Haupt!). Sportlich war der Tag so lala. Wir haben einen langen Spaziergang gemacht und ich habe im Haus viel von unten nach oben geräumt.

Heute wird besser 🙈

Ich bin aber insgesamt stolz auf mich, dass ich nicht noch tausend Sachen genascht habe 😉

# 11

Ungefähr bei der Hälfte des Films pausierten sie ihn kurz für eine Toilettenpause. Als Leon im Bad verschwand, überlegte Marie in Windeseile wie sie die Situation noch etwas romantischer gestalten könnte und ob sie vielleicht ihre Strickjacke ausziehen sollte. Diese Überlegung war sehr schnell abgeschlossen, sie zog die Strickjacke aus und lies den Träger ihres BH’s ein wenig unter dem Oberteil hervorblicken. Natürlich nicht zu sehr, eben nur ein bisschen, sodass Leon ihn sah. Sie holte eine kuschelige Wolldecke und kuschelte sich darin ein. Wenn er wiederkommt, würde er sich sofort zu ihr kuscheln und die beiden wären sich noch näher. So war zumindest ihre Vorstellung.

Im Grund war es auch genau so. Leon kam von der Toilette zurück und sah Marie eingekuschelt unter der Decke. Er lächelte sie an und fragte sie höflich, ob er auch mit unter die Decke dürfe. Er durfte. Sie kuschelten sich wieder aneinander und sahen sich den Film weiter an. Marie war in Gedanken ganz woanders. Sie konnte sich absolut nicht auf den Film konzentrieren. Nun, sie kannte den Film auch schon auswendig, da es einer ihrer Lieblingsfilme war. Also kein Problem, wenn sie nicht zuhörte, denn jegliche Fragen die Leon im Nachhinein stellen könnte, könnte sie im Schlaf beantorten.

Aber über was dachte sie nach? Über Leon. Über sich selbst. Über Leon und sich selbst. Was dachte er wohl gerade? Die Fragen wollten einfach nicht aus ihrem Kopf verschwinden und sie waren immer wieder dieselben. Sie genoss es, ihm so nah zu sein. Jedoch hatte sie Angst, dass sie ihre 3-Dates-Regel so womöglich schneller brechen würde, als ihr recht war. Immerhin war dies das erste richtige Date und da wollte sie maximal kuscheln und ihn küssen. Vermutlich war es schon etwas verrückt, dass sie sich im Vorfeld bereits Gedanken über diese Einzelheiten gemacht hatte. Aber man muss sich doch immer bestimmte Gedanken machen oder? Nun war sie unsicher. War es überhaupt wichtig, dass die von ihr selbst aufgestellte Regel eingehalten wird? Nach kurzem Überlegen kam sie zu dem Entschluss: ja. Es war ihr super wichtig und sie wollte es einfach nicht zu schnell angehen. Immerhin mochte sie ihn wirklich gern und hatte ihn auf eine so außergewöhnliche Art und Weise kennengelernt, dass sie „ihre Geschichte“ nicht einfach in etwas banalem wie einem One-Night-Stand enden lassen wollte. Falls es denn einer werden würde.

Wieder kamen die Fragen in ihr auf. Wieder schaute sie unauffällig zu Leon hinüber. Er bemerkte ihren Blick, lächelte und sah wieder zum Fernseher. Scheinbar hatte er den Film noch nicht gesehen, denn er war ganz angetan und passte gut auf. Marie hatte zunächst die Befürchtung, dass er den Film nur ihr zuliebe guckt und ihn eigentlich zu schnulzig findet. Aber nun scheint er mehr Interesse an dem Film als an ihr zu haben. Was für ihren Denkprozess praktisch war. Aber der Film war ja auch irgendwann am Ende angekommen …

Die beiden drehten sich in ihrer Umarmung etwas näher zusammen, sodass sie einander nun in den Armen lagen und sich ansahen. Beide lächelten und Leons Augen strahlten seine komplette Glückseeligkeit aus. Er war glücklich. Das war ihm eindeutig anzusehen. Marie war durcheinander und wusste nicht wie sie damit umgehen sollte. Also? Küsste sie ihn. Sie legte ihm ihre Hand auf die Wange und streichelte sie. Dabei zog sie ihn ein wenig an sich heran und küsste ihn sanft auf die Lippen. Er erwiderte den Kuss und die beiden Münder verschmolzen zu einer in Liebe getauchten Einheit. Es war ein wahnsinnig romantischer und sehr inniger Moment, der mindestens 3 Minuten andauerte.

Dann allerdings löste Marie sich aus Leons Umarmung und wich ein Stück mit dem Kopf zurück. Ganz perplex sah er sie an. Was geschah hier? Hatte er etwas falsch gemacht? Gefiel es ihr nicht, wie er sie küsste?