Berlin .. oh Berlin.

Wir sind dieses Wochenende von Samstag auf Sonntag in Berlin mit der Familie des Mannes. Letztes Jahr zu Weihnachten hatten wir seinem Vater schon diesen Ausflug geschenkt und jetzt nun wollen wir den Gutschein endlich einlösen. Meine Freude in Bezug auf Familienausflüge ist eher begrenzt. Meine Freude in Bezug auf Berlin aber grenzenlos. Zwei Dinge, die es nun zu kombinieren galt.

Ihr erinnert Euch vielleicht noch ein meine letzten beiden Beiträge aus Berlin bzw. von der An- und Abreise. Dort hatte ich beschrieben wie ich mit meiner Mama sehr abenteuerlich hergekommen und wieder abgereist bin. In meinen Augen sehr lesenswert 😉

Nun denn … wir sind dieses Mal mit zwei Autos gefahren, haben unterwegs Frühstückspause mit Brettchen und Butter aus der Tupperdose gemacht. Gestern Abend waren wir gutbürgerlich essen und da fiel es mir besonders auf. Wir hätten im Keller einen coolen Platz bekommen können an Hochtisch-Plätzen. Das Ganze hätten wir etwas zusammenschieben müssen aber es wäre eine coole Atmosphäre gewesen. Es kam ein Widerspruch aus der Gruppe, es sei zu eng wenn man dort essen wollte. Im Endeffekt saßen wir 7 Leute dann draußen an einem Tisch für 6. Ich saß in einer Ecke und hatte sehr wenig Platz. War natürlich nicht so eng wie unten. Und warum? Weil es darum gar nicht ging. Worum auch immer, aber um „eng“ oder „nicht eng“ ging es definitiv nicht. Mir war es egal weil ich normalerweise mit einem Börek am Kotti auf dem Boden sitze 😂 aber amüsant fand ich es dennoch.

Das sind die Unterschiede wenn man eine andere Reisegruppe dabei hat. Wir haben einige tolle Ecken gesehen und ich habe ein paar schöne Bilder gemacht. Aber halt alles etwas anders und eher „anständig“ und „zivilisiert“. Es hat Spaß gemacht und war nett.

Aber ich bin dann doch eher der entspannte Mensch der auf dem Boden sitzt weil einem grad danach ist. Ich gehe hier gern auf Flohmärkte und in Secondhandshops und ich genieße es einfach nur hier so sein zu können wie ich bin. Ach ja, was ich hasse: sich durch sein Verhalten stark als Touri outen. Buh, da bin ich leider gar kein Fan von. Nö.

Bis bald schönes Berlin.

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Smalltalk – und warum er mich anwidert.

Niemand will wissen wie es Dir geht. Und niemand will wissen was Du wirklich denkst und fühlst. Also behalte es bitte für Dich und belüge Dich und die Menschen um Dich herum.

Tja, es hört sich hart und weit hergeholt an. Aber das ist es keinesfalls. Hart schon. Zumindest für diejenigen – wie mich -, die sich damit genauer befassen und gewisse Handlungen für sich bewerten und analysieren. Mir wird oft gesagt, ich denke zu viel. Mache ich in der Tat. Aber ich denke mir ja nichts aus und ich bin auch nicht unrealistisch in meinen Gedanken. Meist zu optimistisch und immer viel zu hoffnungsvoll, aber trotzdem realitätsnah. Ich möchte Euch gern ein wenig mit in meine Gedankenwelt zum Thema „Smalltalk“ nehmen…

Folgende Situation gab es neulich:
Ich laufe über den Flur und bemerke einen Kollegen vor mir, den ich recht selten sehe. Ich: „Na junger Mann.“
Er: „Ach Alex, wie geht es Dir?“
Ich: „Naja, muss ja. Und Dir?
Er: „Immer nur halb so gut wie Dir.“
Wir grinsen uns an, er geht in sein Büro und ich gehe zu meinem.

Was das Problem war? Nunja, hier hat es niemanden interessiert, wie es dem anderen geht. Es wurde gefragt, ja. Aber wissen wollte es eigentlich keiner von dem anderen. Und leider erlebe ich das nicht nur einmal im Monat, in der Woche oder am Tag, sondern ständig. Manche Menschen habe ich es schon wissen lassen, wie fürchterlich ich Smalltalk finde und dass ich das nicht brauche. Natürlich auf die freundliche Art 🙂 Ganz Sekretärin. Aber mal ganz im Ernst: Warum verschwenden wir so viel Zeit unseres Lebens mit diesem überflüssigen Smalltalk? Wenn mich ein Kollege anruft und mir eine Aufgabe per Telefon geben will, warum fragt er mich dann erst noch ewig aus wie es mir geht? Wenn ich ihm dann nämlich antworte, dass es mir gerade nicht so gut geht, dann kommen Antworten wie „das ist ja doof, Du ich habe hier folgende Aufgabe“ oder so. Geil war auch einmal „Du hast so eine tolle Telefonstimme, das ist mir neulich schon aufgefallen. Demnächst müssten mal Leute angerufen werden, würdest Du das netterweise übernehmen? Mit Dir möchten die Leute sicher lieber telefonieren als mit mir“. Ich weiß leider genau, dass es nicht um meine Stimme ging, sondern darum, dass er diese Aufgabe gern verteilen wollte.

Hier muss ich leider sagen: mit mir kann man Klartext sprechen. Wenn man etwas von mir erledigt haben möchte, dann muss man mir das nur sagen und ich mache es (meistens). Man muss mir keine nicht ernst gemeinten Komplimente machen, mich nicht fragen wie es mir geht (wenn es einen nicht interessiert) und mich nicht vollsabbeln – einfach fragen und gut. Natürlich gehört es zu unserer Gesellschaft, dass man leichte Konversation betreibt. Wenn man sich im Fahrstuhl trifft, dann wird immer über das Wetter gesprochen. Ist ja auch ok. Für mich persönlich auch schrecklich weil es im Grunde niemanden interessiert, aber es ist ok.

Was für mich leider noch erschrechend hinzukommt, ist, dass man nicht nur mit Fremden oder Kollegen Smalltalk betreibt, sondern auch teilweise mit der Familie oder mit Bekannten/Freunden. Man schreibt sich ab und zu und fragt wie es dem jeweils anderen geht. Man fühlt sich dazu gezwungen dem anderen zum Geburtstag zu gratulieren und man denkt ab und zu „oh, wir müssten uns mal wieder treffen“. Aber will man das auch? Hätte man sich nicht schon längst getroffen, wenn man es wirklich gewollt hätte? Hm. Kann man so oder so drüber denken. Mich stört daran aber besonders, dass man im Zeitalter von Whatsapp und Co. so viel redet und schreibt, aber so wenig damit sagt. Jeder schreibt mit jedem und jeder ist mit jedem bei Facebook befreundet. Aber wem würde man von seinem Liebeskummer erzählen? Wen würde das interessieren und wer würde einem Tipps und Ratschläge geben? Das kann nur jemand, der Dich nicht fragt wie es Dir geht, denn dieser jemand weiß wie es Dir geht. Und er weiß es teilweise besser als Du selbst. An dieser Stelle möchte ich ein kleines Herz an zwei besondere Personen senden <3.

Ich habe seit einer Weile ein kleines Experiment laufen. Wenn mich bestimmte Leute fragen wie es mir geht, dann antworte ich ehrlich. Und wenn ich an dem Tag sagen muss, dass es mir scheiße geht, dann sage ich das auch. Ich will die Reaktionen von den Leuten sehen und will wissen, wer sich wirklich dafür interessiert warum es mir an diesem Tag scheiße geht. Je nach Reaktion weiß man dann für sich selbst auch, wie viel man von sich zukünftig preisgibt und wie man mit den Leuten umzugehen hat. Der Kollege, den ich am Anfang nannte, gibt immer solche Antworten wenn man ihn fragt wie es ihm geht. Mittlerweile gebe ich immer bestimmte Antworten zurück, weil ich weiß, dass ich mich in dem Moment wieder in einem Spiel befinde. Oder mit anderen Worten: in einem Film.

So oft komme ich mir vor, als wäre ich Schauspielerin und mein Leben wäre ein Blockbuster. Wenn ich alt bin, dann möchte ich gern mal eine Biografie schreiben und so wie ich die Sache sehe, ist in meinem Leben schon genug passiert, dass ich genügend Stoff für einen Blockbuster beisammen hätte. Aber muss es denn sein? Muss man immer nur Dinge vorspielen? Gefühle vorspielen? Gute Laune vorspielen?

Abschließend möchte ich Euch gern einen Spruch mit auf den Weg geben der in meinem Büro in Form einer Postkarte hängt:

„Ich will gar nicht perfekt sein, dann mögen mich nur die falschen Leute.“

Ich hänge hinterher … | Was ist los?

Ich habe die Sommerpause beendet und wieder mit meiner Geschichte begonnen. Mir war es immer sehr wichtig, dass die Geschichte frisch am Freitag erscheint und ich habe jeden Donnerstagabend daran geschrieben. Ich habe mich manchmal dazu zwingen müssen, wenn ich etwas vorhatte oder wenn es mir nicht besonders gut ging. Das rechtzeitige Erscheinen der Geschichte am Freitag hatte für mich oberste Priorität. Es hat nach wie vor eine hohe Priorität bei mir und ich bin sehr enttäuscht von mir, weil ich am Freitag nichts hochgeladen habe.

Das bezieht sich leider nicht nur auf die Geschichte, sondern auch auf meine August-Challenge. Ich habe mich darauf gefreut, mit Euch zusammen durch den August zu kommen, mir ein Ziel vorgenommen, mir vorgenommen jeden Tag etwas über meinen Tag, mein Essverhalten und meine sportliche Betätigung zu posten … doch damit habe ich mich übernommen. Das muss ich klar und ehrlich zugeben.

Mein Leben ist aktuell etwas durcheinander und es gibt viele Baustellen. Ich wollte etwas Routine reinbringen mit der August-Challenge, doch ich merke, dass ich eher etwas innere Ruhe in mich reinbringen muss. Ich fühle mich von mir selbst unter Druck gesetzt, wenn ich daran denke, jeden Tag etwas hochladen zu müssen. Vor allem dann, wenn ich keinen Salat oder keine Suppe gegessen habe, weil es der Tag halt einfach nicht hergegeben hat. Ich mag Euch dann auf der einen Seite nicht anlügen, will Euch aber auf der anderen Seite auch nicht meine Nudeln und meine Schokolade zeigen. Versteht Ihr?

Etwas schwierig, das alles unter einen Hut zu kriegen: Youtube ist zu einer kleinen Leidenschaft geworden, wobei ich noch sehr viel üben muss, mich sehr viel mehr selbst lieben und ertragen lernen muss und auch inhaltlich traue ich mich an viele Themen noch nicht ran. Aber daran will ich arbeiten.

Instagram ist ebenso eine Baustelle auf der ich gern viel aktiver wäre, weil ich diese Plattform toll finde. Und meinen, diesen, Blog will ich auch so gern aktiver bearbeiten, mit mehr Leben füllen und mich hier auch kreativ austoben. Ich bin noch ein absoluter Anfänger auf den drei Gebieten, aber ich habe großes Interesse, mich hochzuarbeiten.

Mit meiner Geschichte ist es so, dass ich sie für Euch immer frisch schreiben wollte. Nun habe ich aber gemerkt, dass man manchmal einfach Schreibblockaden hat und dass man manchmal gefühlstechnisch in einer komplett anderen Welt lebt als die, von der man in der Geschichte berichten will. Dafür bin ich zu wenig Schriftstellerin, als dass ich mein komplettes privates Leben ausschalten könnte, um mich in die Lage der Marie zu versetzen und nur an sie zu denken.

Manchmal sitze ich da und frage mich, ob das Anstellerei ist und ob erfolgreiche Blogger/Vlogger/Youtuber/Instagramer/Influencer sich einfach die Zeit nehmen, die es braucht, egal ob sie noch etwas anderes zu erledigen haben und egal ob sie krank sind oder nicht. Der Unterschied zwischen vielen von denen und mir ist aber vermutlich, dass ich Vollzeit arbeite und am Wochenende Stiefmutti für 2 Kinder spiele. Ich gehe manchmal einer Nebentätigkeit nach, lerne gerade Spanisch, habe ein großes Haus was sauber gehalten werden will und brauche diese Plattformen nicht um Geld damit zu verdienen. Viele Leute machen das hauptberuflich und nehmen sich halt einfach die Zeit, weil sie mehr Geld verdienen wenn sie mehr posten/filmen/zeigen etc.

Aber muss ich das deswegen auch tun? Ich denke es sollte mir in erster Linie Spaß machen und mich nicht unter Druck setzen. Ich hoffe Ihr habt Verständnis dafür, dass ab sofort nicht jeden Freitag ein neuer Teil meiner Geschichte kommt. Ich werde aber versuchen, trotzdem wöchentlich etwas dazu zu schreiben und ich werde auch was andere Beiträge angeht versuchen etwas öfter was mit Euch zu teilen. Versprochen.

xoxo
Eure Alex

Urlaub.

Urlaub ist die Zeit des Jahres in der man abschaltet, Zeit mit seiner Familie/seinen Freunden/sich selbst verbringt und nicht an die Arbeit denkt. Jeder nach seinem Gusto.

Ich für meinen Teil habe auf jeden Fall gerade Urlaub. Ursprünglich hatte ich geplant, Euch mit reichlich Beiträgen zu versorgen und sie alle noch vor dem Urlaub vorzubereiten. Ebenso wollte ich meine Geschichte für freitags weiterschreiben. Aber es wäre 1. nicht „wöchentlich frisch“und 2. leider zeitlich nicht machbar gewesen, das vorzubereiten. Immerhin habe ich 3 Wochen Urlaub und davor noch einiges Zuhause zu tun gehabt mit Renovierung etc. Ich will mich gar nicht rausreden, habe einfach vergessen Euch über diese kleine Pause zu informieren 🙈 aber ich gelobe Besserung.

Dafür bekommt Ihr im nächsten Beitrag einige Schnappschüsse aus dem Urlaub zu sehen.

Bleibt gespannt!

Xoxo Eure Alex

Geht’s Dir noch gut?

Diese Frage kann man so oder so verstehen. Mir sympathische Menschen wissen aber wie sie diese Frage zu verstehen haben und müssen nicht nachdenken. Für alle anderen folgt hier die Erklärung: Nein, es geht nicht um die Frage, ob es Dir gut geht und alles tippitoppi bei Dir ist, sondern es geht um die Frage, ob Du verdammt nochmal nicht mehr alle Latten am Zaun hast.

Ok. Wir kommen wieder zur Besinnung und weiter geht’s.

Einleitend muss ich sagen, dass ich im Büro arbeite und meinen Job als Sekretärin sehr liebe. Auch die Firma „liebe“ ich und meine Kollegen mag ich eigentlich alle gern. Manche halt mehr und manche weniger. Aber das ist ja normal. Es ist so, dass ich als Sekretärin ja quasi das Gesicht und zugleich der Arsch der Abteilung bin. In meinem Falls sogar mehrerer Abteilungen. Ist ja auch völlig in Ordnung. Das eine mehr das andere weniger. Auch das ist normal.

Ich muss nun also immer freundlich ans Telefon gehen, muss nett zu den Kollegen sein, muss meiner Aufgabe als Ausbilderin gerecht werden und bin von Natur aus jemand, der immer für gute Laune und eine angenehme Stimmung sorgt. Die Menschen kennen mich als die liebe und nette Alex, die immer gutgelaunt und optimistisch ist. Doch was ist nun, wenn Alex mal schlechte Laune hat? Was ist, wenn sie schlecht geschlafen hat, sie Kopfschmerzen oder Liebeskummer hat?

Jaaaaaa. Ich war mir nicht im Klaren darüber, dass ich mich dafür rechtfertigen muss, schlechte Laune zu haben. Oder dass ich es den anderen gegenüber verbergen muss. Klar, im Job muss man immer professionell bleiben und ich bin was das angeht auch recht geübt. Ich habe immer ein Lächeln im Gesicht wenn jemand mit mir spricht und bin am Telefon eh immer viel zu freundlich.

Aber wenn ich alle Stunde darauf angesprochen werde, dass ich ja heute besonders schlechte Laune habe und die Menschen dann recht schnell mein Büro wieder verlassen, da stelle ich mir die Frage, ob ich irgendetwas verpasst habe. Ob die wissen, dass in 98 % der Zeit sie diejenigen mit schlechter Laune sind, weil ein Termin nicht passt, weil der Chef Druck macht, weil sie n Furz quer sitzen haben und und und? Und wer ist immer mit einem netten und unterstützenden Wort zur Seite? Genau, ich. Die liebe Alex.

Nur wenige Menschen kennen mich ohne die Fassade „Liebe Alex“. Wie oft kriege ich die Frage gestellt: „Wie geht’s Dir?“. Das ist die Smalltalk-Frage Nummer 1. Dicht gefolgt von einem „Das Wetter ist ja wieder …“. Ich hasse Smalltalk. Nur, damit es kurz mal jeder weiß. Diese Art von Smalltalk finde ich überflüssiger als Kaugummi am Schuh. Denn daraus lernt man wenigstens, dass man beim nächsten Spaziergang die Augen offen halten sollte 😉 Nun denn, wieder zurück zur Frage nach meinem Befinden. Ich habe in meinem Leben fast immer mit „gut“ geantwortet, auch wenn es nicht so war. Und warum? Wenn es das ist was die Menschen hören wollen, bzw. sie wollen gar nicht wirklich eine Antwort auf diese Frage haben, denn die Frage war ja schon nicht ernst gemeint, sondern nur Smalltalk um in ein Gespräch reinzukommen oder wegen Knigge. Knigge ist eh so ne Sache für sich. Anderes Thema. Artet aus.

Seit einer Weile jedenfalls antworte ich ehrlich auf die Frage, ob es mir gut geht und die Menschen sind jedes Mal wieder geschockt, wenn ich ihnen sage, dass es mir nicht gut geht. Als sagte ich „Ich habe Aids“.

Heute war so ein Tag.

Gleich ist er vorbei. Dieser Beitrag auch. Jetzt.

Berlin hoch zwei.

Gut. Das Wochenende war hervorragend und Mutti und ich sind wieder gesund und munter Zuhause angekommen. Dennoch möchte ich Euch den Bericht zu unserer Rückreise nicht vorenthalten 😉 Denn sie war auf eine Art spektakulär. Auf eine andere Art irgendwie nervig und vor allem LANGWIERIG.

Unser Plan war es, früh am Busbahnhof zu sein, um einen guten Platz im Bus zu ergattern und nicht wieder hinter „nudistischen Indern“ zu sitzen. Wir waren also gefühlt eine Stunde vor Abfahrt des Busses am Bahnhof und hielten Ausschau nach unserem Gate. Ich vermutete, dass es das gate 62 sein musste, denn dort fuhren auch andere Busse nach Hamburg. Und in die Richtung wollten wir ja schließlich. Eine Weile bevor der Bus fahren sollte, guckte ich nochmal auf die Abfahrts-Tafel und dort stand CUXHAVEN 13:15 Uhr Gate 52. Ich überlegte kurz. „Oh ja, wir wollen ja nach Cuxhaven.“ Meine Mutti war schon begeistert von meiner Kunst, das richtige Gate zu finden und so gingen wir rüber zu dem anderen Gate. Als wir näher kamen, sahen wir die vielen Menschen, die dort bereits standen. Die Laune war kurz im Keller. Allerdings wollten all diese Menschen nicht nach Cuxhaven, sondern nach Esbjerg. Der Bus hatte Verspätung und somit standen sie noch alle an unserem Gate.

Als der Bus kam, kristallisierte sich langsam heraus, wer alles in unsere Richtung wollte und wer in den Esbjerg-Bus einstieg. Man hätte es auch an der Kleidung erahnen können. Man könnte sagen, dass die langweiligen Menschen unseren Bus nehmen wollten und die anderen Menschen den anderen Bus. Wir nannten sie „Kegelgruppe“, die Leute die dann zu uns kamen. Es waren diverse ältere Pärchen. Vielleicht 6-8 Personen. Sie fragten, wo wir hinwollten. Ich sagte Cuxhaven und dann sagte sie, dass sie noch weiter wollen. Ich guckte etwas verwirrt und sagte, dass ich gehofft habe, dass Cuxhaven das Endziel dieses Busses ist. Der Mann von der Frau, die diesen dusseligen Kommentar von sich gegeben hatte, meckerte schon mit ihr. Bitte schaut mal alle auf der Landkarte nach, wo Cuxhaven liegt und wo Gnarrenburg. Dort wollten sie nämlich hin und hatten scheinbar außer Acht gelassen, dass Cuxhaven das Ende von allem ist. Vom Bus, von der Autobahn A27, von der Bahn (Kopfbahnhof), von allem einfach 😀

Alle waren im Bus, als der Busfahrer bemerkte, dass der hintere Fernseher lose an einem Kabel von der Decke hing. Er versuchte kurz ihn wieder fest zu machen, schaffte es aber nicht und ignorierte ihn dann. Schon kurz nach dem Losfahren fing der Fernseher an wie wild durch die Gegend zu schwingen. Natürlich auch gegen die Scheibe. Mutti und ich hätten uns sehr über eine kaputte Scheibe gefreut. Es waren 33 Grad außerhalb des Busses und auch nicht viel weniger innerhalb. Nun ja … die Kegelgruppe fand das nicht so amüsant und war direkt in Aufruhr. Die erste Person ging nach vorne. Es war ein Mann der einen mit seinem Gelaber so wahnsinnig machte, dass man gern aus dem Dachfenster geklettern und vom Bus gesprungen wäre. Ich zumindest gern. Er sprach mit dem Busfahrer (den das alles recht wenig interessierte) und ergatterte einen Erste-Hilfe-Kasten. Als er an mir vorbeilief, war ich schon so genervt, dass ich sagte „Hoffentlich ist der nicht abgelaufen“. Es passierte was passieren musste und ich möchte betonen, dass ich diese Art von Mensch hasse, er sagte „Ne, ist noch bis 21 haltbar“. Wow. Meinte der wohl, dass meine Sorge ernst gemeint war? Natürlich nicht.

Ihr fragt Euch was er mit dem Erste-Hilfe-Kasten vor hatte? Er hat zwei Kotztüten aus dem Bus genommen und den Fernseher darin eingewickelt. Dann nahm er einen Verband und tüddelte ihn tausendmal um den Fernseher und anschließend befestigte er das Ganze an einem Griff neben der Toilette. Er bekam für sein Kunstwerk einen Applaus. Mutti und ich enthielten uns mit Klatschen. Wir waren noch mit Lachen beschäftigt und mit der Frage, was wir wohl verbrochen haben, dass wir mit diesen Leuten in einem Bus sitzen mussten. Gleichgesinnte Menschen (die es unter Euch vielleicht auch gibt) werden sich jetzt fragen: „Ja, war doch super, dass er das gemacht hat“. Ja kann schon sein. Aber es war nervig. All diese Menschen waren nervig und gaben dusselige Kommentare ab und ich hasse sie einfach :):)

Es waren insgesamt ca. 7 Leute, die alle nacheinander über die Fahrt verteilt zum Busfahrer gingen. Denn WLAN und Strom funktionierten auch nicht im Bus und die älteren Herrschaften waren allesamt sehr angepisst davon. Da soll doch nochmal einer sagen, dass die Jugend (da zähle ich mich gönnerhaft einfach noch mit zu) von heute immer nur am Handy hängt und sich nicht anders zu beschäftigen weiß. Als ob.

Was soll ich sagen? Es gab drei Staus aufgrund von Unfällen und Baustellen und wir fuhren bis Hamburg 6!!!! Stunden. Wir entschieden dann spontan, dass wir in Hamburg aussteigen wollten und die Bahn für den weiteren Weg nehmen wollten. Denn der Bus wäre noch über Bremervörde, Beverstedt, Bremerhaven gefahren. Und nun nehmt nochmal die Landkarte und geht diese Strecke mit dem Finger ab. Es wäre eine Katastrophe gewesen. Wir nahmen also die Bahn. Somit konnten wir am Bahnhof noch etwas essen, konnten auf Toilette, Mutti konnte eine rauchen und wir hatten im Zug Beinfreiheit und alles war entspannt. Zuhause angekommen sind wir um 21:37 Uhr. Das war ein langer Tag und ich kann den Flixbus zwar empfehlen, aber Ihr solltet Euch für den Tag nichts Besonderes mehr vornehmen, an dem Ihr mit dem Bus fahrt.

Berlin, Berlin.

[…] hier könnte was Spannendes stehen. Tut es aber nicht.

Wir entschieden uns für die Bus-Bahn-Bus-Variante. Was im Detail bedeutet: jeder stieg an seiner „hauseigenen“ Bushaltestelle im Heimatdorf ein. Muttis Station ist zwei von meiner entfernt, ich war also die Erste. Dort stiegen auch insgesamt nur 4 weitere Personen ein. Sehr überschaubar das Ganze.

Auf dem Weg zum Bahnhof in der Stadt gab es schon den ersten „Blickfang“. Eine Fahrradfahrerin war von einem Auto angefahren worden und lag auf der Straße. Sah nicht gut aus. Die Frau, nicht die Straße.

Wir liefen um das Bahnhofsgebäude herum, was selbstverständlich schon seit Ewigkeiten saniert wird, um uns die Tickets zu besorgen. Der Metronom-Ticketautomat war natürlich außer Betrieb. Der Bahn-Automat funktionierte. Was zum Knabbern holten wir uns noch und dann sollte die wilde Fahrt losgehen. Bis Hamburg wollten wir mit dem Metronom fahren.

Mein Papa kam noch kurz zum Tschüss sagen vorbei. Er arbeitet auch bei der Bahn und hatte seine orangefarbene Latzhose an und sein Funkgerät am Mann. Sehr süß 😍 er war extra da um Mutti noch einen Abschiedsknutschi zu geben. Schnulzige Spießer. ❤️

Wir entschieden uns – typisch wir – für einen Klappsitz im Snackwagen. Die Sitze sind viel cooler als die normalen in der 2. Klasse.

Ach, die 2. Klasse … da fällt mir doch glatt noch eine Geschichte zu ein. Einige Tage vor unserer Reise wurde ich belehrt, wie viel besser doch die 1. Klasse wäre und dass es in jedem 1. Klasse-Wagen ein WC gäbe und man mehr Beinfreiheit hätte.

Umso amüsierter war ich, als eine gut betuchte ältere Frau aus der 1. Klasse kam, an uns vorbeilief und -ich habe sie beobachtet – das WC im anderen Wagen aufsuchte. Ha! Es war also gelogen! Und die Beinfreiheit auf meinem Klappsitz war phänomenal, also: 2. Klasse ist mehr mein Ding 😉

Wo war ich? Achja. Der Snack-Wagen. Mutti und ich freuten uns auf ein Stück Schokolade aus dem gut gekühlten Automaten. Ich lief also hin und wollte mal die Auswahl betrachten. Pustekuchen! Der Metronom kann nicht nur defekte Ticket-Automaten, sondern auch kaputte Snack- und Getränkeautomaten 😂

Wir haben es überlebt. Natürlich sind wir immer vorbereitet und hatten ja Snacks dabei 🙂 Die Ankunft hätte sich fast noch verzögert, da es bei gefühlt jeder Haltestelle Menschen mit Fahrrädern gab, die es nicht geschafft haben, in den richtigen Wagen einzusteigen. Dies wurde dann vom Lokführer lautstark und vor allem mehrmals kommentiert. Typisch deutsch! Man stelle sich die Menschen vor, die einen Anschlusszug in Hamburg hätten verpassen können, nur, weil dieses Rad nicht in Wagen 3 stehen durfte, sondern in den 2. Wagen gehörte.

Mittlerweile sitzen wir im Flixbus. Sogar nebeneinander, wonach es zunächst nicht aussah. Ein Gedränge und Gerangel war das beim Einsteigen. Man man man. Aber die Taschen sind drin, wir sind drin, haben Snacks und Mutti liest während ich diesen Beitrag schreibe.

Ok. „Wer raucht in Toilette, bitte kommen Sie nach vorne.“ Wow. Das wird hier scheinbar auch noch spannend. Wollen wir uns kurz über die Typen vor uns unterhalten, die Bier trinken, obwohl es verboten ist? Oder über die Tatsache, das einer von Ihnen die ganze Zeit Swingerclubs samt Rezensionen auf seinem Handy anguckt?!? Es wird dort ausgiebig beschrieben wer mit wem und wie und wie lange und wo und mir ist gleich schlecht. Bin nicht verklemmt, aber das ist mir too much. Achja. Er war auch derjenige der gerade runter zum Busfahrer musste und gefragt wurde, ob er auf Klo geraucht hat. Nein hatte er nicht. Wir fuhren auf einen Parkplatz. Mutti ab nach unten weil sie draußen eine rauchen wollte. Nix is. Der Stopp war nur, weil der Busfahrer die Sache mit dem Ilo kontrollieren musste. Wir fuhren weiter. Dann kam die Durchsage: es wurde nicht geraucht, sondern der Notruf alarmiert. Wir wurden dann nochmal alle freundlich darauf hingewiesen, dass wir den Knopf nicht drücken dürfen, denn „rot ist Gefahr!“ Die Herren vor uns sehen alle aus wie Inder. Der Busfahrer ist auch mit einem FREUNDLICHEN Akzent ausgestattet, denn laut dem Flixbus-Versprechen hat man immer einen FREUNDLICHEN Busfahrer. Wow. Wow. Wow.

Bis Berlin ist es noch eine Stunde. Vielleicht schließe ich die Augen oder male alle Kästchen meines Karo-Blocks aus. Mal sehen. Auf jeden Fall wird es mir eine Freude werden 😎 denn: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin❤️

Glück und was ich darunter verstehe.

Glück gehabt! Diesen Spruch kennt wohl (hoffentlich) jeder. Wenn einem das Marmeladenbrot vom Tisch fällt und es mal ausnahmsweise nicht auf der Marmeladenseite landet – Glück gehabt. Wenn die Apotheke das Medikament vorrätig hat was man heute Abend einnehmen muss und zu spät das Rezept beim Arzt angefordert hat – Glück gehabt. Wenn der Partner nur heimlich eine Überraschungsreise plant und keine Geliebte hat – Glück gehabt.

Es wird ständig gesagt. Ebenso oft wird einem viel Glück gewünscht. „Du hast eine Prüfung? Viel Glück dabei!“, „Viel Glück bei Deinem Date!“. Ist es nicht viel mehr so, dass wir darauf hoffen sollten, dass der Betreffende für seine Prüfung ausreichend gelernt hat und aus diesem Grund besteht? Und ist das Gelingen eines Dates vom Glück abhängig? Und was genau bedeutet Glück eigentlich?

Ich möchte Euch kurz schildern was für mich Glück bedeutet und was mich glücklich macht.

Glück ist für mich:

  • Ein entspannter Arbeitstag (wobei ich ein bisschen Stress durchaus hilfreich finde, aber nicht zu viel)
  • Von der Grippewelle verschont zu bleiben (nur etwas Schnupfen)
  • Eine passende Hose auf Anhieb finden (nicht das Einfachste bei meinem Mors 😬)
  • Ein tolles Lied aus dem Radio bei Shazam zu finden
  • Keine unheilbare Krankheit zu haben
  • Meine Mama in meiner Nähe wohnen zu haben

Vermutlich würden mir noch diverse andere Sachen einfallen, aber ich denke das reicht für’s Erste.

Glücklich dagegen machen mich viele kleine Dinge:

  • Sonnenstrahlen am frühen Morgen
  • Sternenhimmel bei klarer Nacht
  • Tage mit dem Gefühl zu beenden, dass man sein Pensum geschafft hat
  • Leckeres Essen
  • Schnulzenfilme mit HappyEnd
  • Hoffnung und Liebe (wobei diese beiden Dinge auch gern zum Umglücklichsein verhelfen können, aber das war ja hier nicht das Thema)

Was macht Euch glücklich?

Wir sollten ab und an mal wieder darüber nachdenken, wie wir gewisse Worte nutzen und unseren Wortschatz ggf. wieder etwas mehr ausbauen bzw. benutzen um die richtigen Dinge richtig zu platzieren und auszudrücken.

Viel Glück beim Lesen trifft es hier nicht. Viel Glücklichsein beim Lesen schon eher 😉

xoxo
Alex

Was soll ich zuerst tun?

Was muss noch erledigt werden? Was muss ich einkaufen? Was gibt es heute Abend zu Essen? Und generell, was steht in nächster Zeit so an Geburtstagen etc. an? Wer kenn diese Fragen nicht? Und wer kennt nicht dieses Gefühl, dass einem alles über den Kopf wächst?

Heute möchte ich kurz auf das aktuelle Wirrwarr in meinem Kopf eingehen und darauf, wie ich versuche es zu entwirren.

Ich bin ein Mensch, der immer viel erreichen will und sich viele Ziele setzt. Was theoretisch erreichbar ist, das will ich auch erreichen. Und dabei ist es egal, ob ich auf der Arbeit an einem Projekt arbeite und unbedingt noch heute den Abschluss erzielen will oder ob ich heute unbedingt noch in dieser Werbepause den Geschirrspüler ausräumen will. Und wenn ich den Geschirrspüler dann doch nicht mehr ausräume, ist dieses ToDo trotzdem weiterhin in meinem Kopf. Und es verschwindet auch nicht einfach, sondern bleibt dort bis es erledigt ist. Bis dahin haben sich aber schon wieder zig neue ToDo’s angesammelt die mich beschäftigen und es gerät in den sogenannten Teufelskreis.

Ich habe immer viele verschiedene Gedanken im Kopf, weil ich viel auf dem Zettel habe und mich um viele Themen kümmern muss – privat wie auch beruflich. Auch wenn viele Dinge davon für mich routinierte Vorgänge sind, muss ich sie mir aus irgendeinem Grund immer als ToDo’s vor Augen halten und stresse mich dadurch selbst. Warum? Es ist vollkommen sinnlos und macht mich nur verrückt. Manchmal ist es so schlimm, dass ich nicht einschlafen kann, weil ich all diese Dinge vor meinem geistigen Auge habe und gar keinen klaren Gedanken mehr fassen kann, weil es einfach ZU VIEL ist.

In diesen Momenten frage ich mich oft, ob ich überfordert bin oder was mit mir bloß nicht stimmt. Aber ich denke, dass es vielleicht von Zeit zu Zeit normal ist und dass das jeder mal hat. Oder? Ich habe mal gelesen, dass man dann (wenn man nicht einschlafen kann), einfach alles niederschreiben soll was einen beschäftigt. Das habe ich tatsächlich schon 1-2 Mal gemacht wenn ich nicht einschlafen konnte.

Heute war es wieder soweit. Und das obwohl es nicht mal Schlafenszeit war, sondern noch mitten am Nachmittag/frühen Abend. Ich wollte einer Aufgabe nachgehen und habe währenddessen über etwas anderes nachgedacht. Dann setzte ich mich und mir fielen noch viele weitere Dinge ein, über die ich mir Gedanken machte und von denen ich überlegte, ob ich vielleicht noch etwas dafür besorgen muss oder wie der Status dieser Dinge ist. Ich fing an, zwei verschiedene Listen zu schreiben um einige Punkte aufzulisten, die ich noch besorgen muss oder die ich erledigen muss. Dann kamen wieder neue Gedanken und ich warf auch das Listeschreiben über den Haufen. Zu viel in meinem Kopf. Ich nahm ein neues Blatt und machte Blasen. In jede Blase schrieb ich ein Thema rein, was gerade in meinem Kopf vorgeht. Es sind locker 20 Blasen geworden, ohne dass ich großartig nachdenken musste.

Jetzt stelle ich mir die Frage, ob ich vielleicht überfordert bin und ob ich einen Gang zurückschalten sollte oder ob ich mich der Tatsache stellen sollte, dass sich einige Dinge davon einfach angesammelt haben, weil ich sie zu einem anderen Zeitpunkt nicht erledigt habe. Hm. Ich sitze hier mit diesem Gedanken und frage mich, welche dieser Punkte ich am einfachsten und schnellsten abhaken könnte, damit mein Kopf etwas freier wird. DOCH … was ist, wenn 3-4 Positionen dieses Zettels verschwinden? Sind sie dann weg und ich bin entspannter oder kommen neue Positionen dazu? Genau das vermute ich nämlich…

Ich bin aktuell im Kommunikations- und Persönlichkeitstraining und lerne dort einiges über mich. Unter anderem, dass ich einfach ein Mensch bin, der zwar – so wie jetzt auch – den Anschein macht, als wäre er überfordert und als wären ihm die immer wieder dazukommenden Aufgaben zu viel. Aber eigentlich bin ich eine Powerfrau, die es liebt, wenn neue Aufgaben dazukommen und die versucht, die Aufgaben noch zusätzlich zu schaffen.

Ok … ich weiß, dass ich eine taffe Frau bin und viel wuppe. Aber warum habe ich trotzdem von innen heraus das Gefühl, dass es manchmal zu viel wird? Muss ich vielleicht mehr Pausen einbauen und mich zwischendurch mehr um mich kümmern? Muss ich einfach mal Sachen durchstreichen auf meiner Liste um das Gefühl zu haben, vorangekommen zu sein? Ich werde es mit dieser Taktik ausprobieren und Euch dann berichten.

xoxo

Eure Alex

 

Prioritäten.

Es kommt nicht aus dem Nichts. Es ist etwas worüber ich mir schon seit längerer Zeit Gedanken mache. Ich als Sekretärin bin ja täglich mit dieser Thematik in Kontakt. Es geht um Prioritäten.

Im Büro ist es für mich absolut kein Problem die Priorität von einzelnen Aufgaben und Terminen einzuschätzen. Ich organisiere täglich so viele verschiedene Dinge, da ist es für mich eine Leichtigkeit geworden zu entscheiden was wann wie wo wichtig ist.

Privat sieht es etwas anders aus. Auch da weiß ich welche Aufgaben wichtig sind und ich erledige alles recht strukturiert. Organisationstalent würde ich auf jeden Fall zu meinen Stärken zählen. 🙂 Doch das gilt hauptsächlich für die Dinge, die in meinen Augen gemacht werden „müssen“. Bei zum Beispiel Sport und Dingen die ich für mich mache, stelle ich die Priorität meist zu niedrig ein. Das bedeutet, dass ich meine Zeit oft für das Wäschewaschen, Abwaschen, Aufräumen etc. nutze statt etwas für mich zu machen oder etwas zu machen was ICH gern erledigen würde.

Da muss ich auf jeden Fall noch dran arbeiten und muss meine eigenen Bedürfnisse oftmals mehr in den Vordergrund stellen. Kommt noch 🙂

Was ich allerdings mit hoher Priorität bewerte ist meine Familie. Meine Familie ist mir sehr wichtig und vor allem auch die Zeit mit ihr. Und damit kommen wir zum Grund dieses Beitrags.

Wenn eine Feier ansteht (egal ob Firma oder nicht) und ich nehme mir vor nichts zu trinken, dann kriege ich immer dumme Kommentare dazu, kriege viele Fragen warum ich denn nicht trinken will und dass es doch Möglichkeiten gibt wie ich dann nach Hause komme. Im Laufe der Feier wird man dann auch ständig nochmal drauf angesprochen und alle versuchen einen zu überreden, doch zu trinken. WARUM???Ich kann das leider absolut nicht verstehen! Kürzlich hatten wir eine Firmenfeier bei der ich nicht getrunken habe, weil ich am nächsten Morgen Kinderdienst hatte. Zudem gab es noch diverse andere Gründe warum ich gern nach Hause fahren wollte (nüchtern und mit meinem eigenen Auto). Es gab kaum Leute die das verstanden und nicht dusselig kommentiert haben. Vielleicht bin ich ja auch zum Spießer geworden, aber ich bin der Meinung, dass ich auch ohne Alkohol viel Spaß haben kann. Und aus meiner Sicht sollte jeder selbst entscheiden können, ob er trinken möchte oder nicht. Und dann sollten die anderen es auch akzeptieren, wenn die Priorität bei der Familie liegt und nicht im Suff. Schließlich werden wir alle irgendwann erwachsen und dann gibt es wichtigere Sachen im Leben als immer der Betrunkenste auf einer Party ist. Oder irre ich mich etwa? So. Das musste mal raus. War mein Wort zum Sonntag. 😊xoxoEure Alex