Für sich selbst einstehen.

Ein großes Thema, wie ich finde. Ein wichtiges Thema. Doch wie wichtig? Und gibt es da nicht auch noch die anderen?

Das sind gute Fragen. Fragen, über die ich mir aktuell Gedanken mache und über deren Antworten ich mir nicht ganz im Klaren bin. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich sehr unbeliebt mache, aber ich bin leider nicht so ein riesiger Fan vom Thema „Selbstbestimmung“ aus Kindergartenkreisen. Zumindest hatte ich Gespräche mit einer Erzieherin, die viel darüber spricht, wie wichtig es ist, dass Kinder das tun was sie möchten und nicht das was die Erwachsenen von ihnen verlangen. Man wird als schlechte Mutter/schlechter Vater abgestempelt, wenn man den Kindern Vorschriften macht und wenn es Strafen gibt. Positive Verstärkung wird oft erwähnt. Leider kann ich aus Erfahrung sprechen und weiß, dass es nicht bei allen Kindern der optimale Weg ist, wenn sie immer und alles selbst entscheiden dürfen. Denn Selbstbestimmung hin oder her: eine gewisse Gesellschaftstauglichkeit ist für die Zukunft eines Kindes unabdingbar. So meine Meinung.

Ich weife ab ..

Auch wenn ich der obigen Meinung bin, bin ich dennoch auch der Meinung, dass man sich mehr mit sich selbst befassen sollte. Die Medien leben es uns vor und auf Social Media wird so oft von Freiräumen und von Selbstbestimmung gesprochen. Aber ist das was wir da sehen und teilweise nachmachen wirklich das was WIR wollen? Ist es wirklich das was UNS glücklich macht? Oder machen wir uns damit ebenfalls zu Marionetten der Gesellschaft und der Werbung?

Ich persönlich habe mir als Ziel für dieses Jahr gesetzt, dass ich mehr Zeit für mich investiere. Für MICH. Ich mache so viel für andere. Für Kollegen, für Familie, für Freunde. Doch wenn man mal genau überlegt: wie viel machen genau diese Personen andersherum für einen selbst? Da fällt einem relativ schnell auf, für wen sich der Aufwand lohnt und bei wem man den Aufwand runterschrauben kann.

Wie ich allerdings auch immer wieder feststelle, sind wir Menschen Gewohnheitstiere. Und wenn jahrelang etwas auf eine gewisse Art und ohne Widerworte gemacht wurde und plötzlich soll der Kollege es selbst machen: Holla die Waldfee. Dann ist aber Holland in Not und es kommen Fragen auf. Fragen kommen auch gern Zuhause auf. Wenn man „…doch sonst immer die dreckigen Socken im ganzen Haus zusammengesucht und gewaschen hat…“. Das hat man vielleicht getan. Aber nun möchte man es nicht mehr machen. Nun möchte man die Zeit lieber nutzen um etwas zu lesen oder um ein Bad zu nehmen – überspitzt gesagt.

Zum Beispiel sitze ich gerade an diesem Beitrag statt den Spüler auszuräumen, was zeitlich sehr viel besser wäre, was ich aber nicht möchte. Das war nur ein kleines Beispiel von vielen, an denen ich arbeite.

Warum müssen wir die Wünsche und Vorstellungen in Bezug auf unsere (freie) Zeit immer über die unseren stellen? Warum kochen wir ein tolles Essen nur wenn der Partner Zuhause ist und nicht mal nur für uns allein? Warum gönnen wir uns nicht mal ein neues Parfüm aber dem Partner kaufen wir die Sportschuhe, die gerade reduziert sind und ihm doch so gut gefallen? Ist es nur, weil wir dem anderen gefallen wollen? Weil wir dem anderen alles recht machen wollen? Weil wir es so gewohnt sind? Weil wir den anderen lieben/respektieren/denken wir müssten es aus Hierarchiegründen?

Ich denke nicht! Wir sollten wieder mehr an uns selbst denken und öfter mal das machen was WIR wollen und nicht das was andere von uns möchten. Wenn wir mit uns fertig sind, dann kommen die anderen.

Schönen Abend noch 🙂

Selbstgespräche.

Noch so ein Thema was mich ständig beschäftigt und bei dem ich denke, dass es nicht „normal“ ist in welchem Ausmaß ich es betreibe.

Ob im Büro, Zuhause, im Auto oder im Freien – ich spreche. Und das nicht unbedingt immer mit Mensch oder Tier. Gern auch einfach mit mir selbst. Ein einfaches Beispiel, was sicher auch viele Menschen verstehen und ähnlich machen, wäre, dass ich mich selbst laut darauf hinweise, dass ich noch den Müll rausbringen wollte. „Achja, den Müll muss ich ja noch rausbringen bevor ich zu meiner Verabredung gehe.“ Ich denke das macht jeder mal. Vielleicht nicht unbedingt laut, aber zumindest denken tun es viele.

Bei mir läuft das laut ab. Und im Büro ist es besonders auffällig und häufig, da ich mir dort viele Sachen gleichzeitig merken muss und manchmal merhere Menschen gleichzeitig oder direkt hintereinander ins Büro kommen und Aufgaben an mich abtreten oder mir Infos geben. Da kommt man schon mal ins Schleudern wenn man sich nicht alles direkt aufschreibt oder gleich erledigt. Und selbst wenn etwas bereits erledigt ist, kommt es vielleicht nochmal ins Bewusstsein zurück und man fragt sich „habe ich das schon erledigt? War da noch etwas?“ Und genau diese Fragen stelle ich mir dann laut. Meine Auszubildenden sind immer schon daran gewöhnt mit mir 🙂

In der Tat sind das aber immer noch einfache Selbstgespräche. Anders ist es oftmals im Auto auf der Fahrt zur Arbeit. Ich beschäftige mich mit einigen Themen nämlich so stark, dass ich im Auto Gespräche führe. Gespräche, die laut stattfinden. Und dann spreche ich nicht nur mit mir, sondern habe auch einen Gesprächspartner. Der spricht auch laut. Manchmal. Beispiel: Ich rufe bei einer Arztpraxis an und habe eine Auseinandersetzung mit der Arzthelferin. Ich spreche dann eine mögliche Ausseinandersetzung mit beiden Rollen laut aus und bekomme so schlechte Laune, weil ich mir vorstelle, dass es in echt wirklich so laufen wird, wenn es soweit ist. Es braucht dann oft eine gewisse Zeit um meine Laune wieder zu neutralisieren und mir klar zu werden, dass es nur in meinem Kopf (und laut im Auto :D) stattgefunden hat und „nicht real“ war.

Ist das nicht grenzwertig?

Kennzeichendschungel.

Ein Kennzeichen setzt sich oft aus dem Anfangsbuchstaben vom Vor- und Nachnamen, sowie den Zahlen des Geburtsdatums zusammen.

Viele Menschen finden das toll oder sogar lustig. Für mich ist es ein Graus! Ich finde es schlimm, wenn ich ein junges Mädel aus Ihrem rosafarbenen Polo steigen sehe und nach einem Blick auf ihr Kennzeichen ihr Geburtsdatum und in vielen Fällen auch an Vornamen kenne (oftmals bei Jenny oder Jaqueline der Fall).

Leider ist es nicht nur das, was mir bei Kennzeichen auffällt. Ich merke mir Kennteichen oftmals auch. Und zwar nicht nur die Kennzeichen meiner Eltern, sondern auch von Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen, Fremden … von JEDEM.

Das soll verrückt sein? HA! Ich schaue mir die Kennzeichen an und „spiele mit den Zahlen“. Also 918 zum Beispiel:

9=1+8

9=9

2*9=18

1+8=9

9:3=3

Und 3 Ziffern hat die Zahl.

(Dieses Kennzeichen ist in sich perfekt.)

Manchmal wird es auch so verrückte dass ich nicht „weggucken“ kann. Vor ein paar Tagen war in einer Ortschaft, durch die wir mit dem Auto gefahren sind, eine Veranstaltung und diverse Leute parkten ihre Autos am Straßenrand. Mein Kopf zwang mich gewissermaßen dazu, mir jedes Kennzeichen zumindest mal kurz anzugucken. Mit dem Gegenverkehr verhält es sich genauso. Ich muss immer alle Kennzeichen um mich herum angucken.

Geht es noch jemanden von Euch so? ^^

Die Sache mit dem „normal“ sein ..

Normal .. wer oder was ist schon „normal“? Diese Frage habe ich mir natürlich – genau wie viele andere Menschen – auch schon oft gestellt.

Ich möchte hier aber weniger auf etwas „Normales“ eingehen, sondern mehr auf Dinge, von denen ich weiß, dass sie sicherlich nicht „normal“ sind. 😂

In den kommenden Tagen gehe ich mal genauer auf meine verrückten Ticks ein. Man muss hier ja auch mal was zum Schmunzeln bieten 😉

Bleibt gespannt 🙂

Müll, Müll, Müll. – Warum?

Wir unterhalten uns ständig über die Verschmutzung der Meere, über die bösen Diesel-Fahrzeuge, die gefährlichen Atomkraftwerke etc. Aber warum sehen wir nicht das Naheliegende?

Vor ein paar Wochen wollte ich nach Feierabend nochmal schnell zum Einkaufen flitzen. Ich lief also los und entdeckte schon auf der gegenüberliegenden Straßenseite etwas für mich Unfassbares..

Seit wann sind Zigarettenautomaten Mülleimer?!?

Fassungslos lief ich weiter und achtete dabei genau auf den Boden, auf das Gebüsch und auf die kleinen Rasenflächen, die mich noch von meinem Ziel trennten.

Leider wurde der Anblick nicht besser … eher im Gegenteil: ich war und bin schockiert!

Ich weiß, man erkennt nicht sooo viel, aber man erkennt etwas. Und alles was keine Steine/Zaun sind oder grün ist, ist nunmal irgendwie Müll… Und das kann es doch nicht sein! In Wahrheit sah es noch viel schlimmer aus und ich kann nicht verstehen, wie so etwas sein kann (man muss dazu sagen, dass mein Weg nur ca. 1 Minute lang war!!!). Warum unterhalten wir uns nicht mal über den Müll vor unseren Augen bevor wir versuchen „die Welt zu retten“? Denn wenn wir mit den kleinen Dingen beginnen würden, dann wäre schon mal ein wichtiger Schritt getan.

Ende.

Schon ist der Februar wieder vorbei.

Hattet Ihr einen tollen Monat? Gab es etwas Besonderes was bei Euch passiert ist?

Bei mir sind viele tolle Ereignisse gewesen und es war ein schöner Monat. Ein kleiner Dämpfer ist, dass der Monat heute mit dem Todestag meiner lieben Oma endet.

Aber da sie gedanklich immer dabei war ist alles gut ❤️

Mal schauen wie der März wird 🙂

Er startet für mich mit einer Fahrt nach Berlin mit meiner Mutti ❤️

Kann also nur gut werden!

So ein Gefühl..

Wer kennt es nicht? Dieses Gefühl, dass man Berge versetzen kann. Diese Euphorie beim Start in den Tag. Die Motivation für neue Aufgaben. Die gute Laune einfach so.

Tja liebe Leute: Glücklichsein. Das ist wohl das passendste Wort für diesen Umstand.

Erst heute ist mir wieder mal aufgefallen wie sehr sich gewisse Umstände auf die Laune, die Motivation und die Leistungsfähigkeit auswirken. Man erledigt Dinge ohne großartig drüber nachzudenken. Man macht auch mal was, was man sonst hätte stehen lassen. Es tun sich neue Sichtweisen auf. Viel mehr Power kann der Körper vorweisen. Es ist, als wäre man ein ganz neuer Mensch. Aber warum?

Endorphine. Sie sind heute unser Held. Sie erleichtern uns diesen Tag und machen alles etwas blumiger.

Heute war wirklich ein Tag an dem ich mich richtig gut gefühlt hab. Nur mein Herz weiß was meine Endorphin-Quelle war. Aber das ist auch egal – Hauptsache der Tag lief gut.

Und man ist dankbar! Das sollte man sein. Eigentlich immer, aber ganz besonders an Tagen die einem verzaubert werden und an denen man viel schaffen konnte.

❤️

Über das Leben…

Über das Leben…

…und die Menschen darin.

Manchmal werde ich das Gefühl nicht los, dass es gar nicht so schlimm ist wie es manchmal scheint. Es ist doch eigentlich ganz gut so, oder nicht? Ich meine, man hat ja nichts auszusitzen.

Doch oft genug stellt man sich die Frage: ist es das? Reicht das? Ich selbst stelle mir die Frage vermutlich noch 100 x öfter als andere Menschen. Aber ich denke auch, dass es wichtig ist, Dinge zu hinterfragen und sich Gedanken über Dinge und Umstände zu machen.

Es muss nicht alles totgegrübelt werden (auch darin bin ich amtierender Weltmeister), aber man sollte zumindest sich selbst und sein Handeln hinterfragen und überlegen, ob man genau das will, was man tut. Ob man genau dort sein möchte wo man ist, genau den liebt, den man hat, das erreicht hat was es zu erreichen galt etc.

Meistens denken wir in unserer kleinen Blase. Man lebt vielleicht in einer kleinen Stadt, da gibt es ein Kino. Wenn man also ins Kino möchte, dann geht man in dieses eine Kino. Die Qualität ist nicht besonders gut, es ist eng und das Ambiente passt nicht so recht. Warum tut man sich das an? „Weil es nur dieses Kino in der Stadt gibt.“ wäre eine Antwort, die hier kommen würde. Aber was hält und davon ab, mal in die nächste Stadt zu fahren und dort ins Kino zu gehen? Man könnte sich vorher noch die Stadt angucken, was trinken oder essen gehen oder oder oder. Und der Film könnte ganz anders genossen werden.

Aber das machen viele Menschen nicht. Sie leben in ihrer Blase und denken nicht besonders viel über den Tellerrand hinaus. Das finde ich sehr bedauerlich. Mein Gedanke dazu war neulich: es gibt so unendlich viele Orte auf der Welt, die ich interessant finde. Warum ist man immer nur in den gleichen Orten? Warum kommt man nicht so viel raus?

Das hat sicher auch viel mit finanziellen Mitteln und begrenzten Urlaubstagen zu tun. Dann kommen noch Aussagen hinzu wie „Du warst doch neulich erst im Urlaub“. Das kann ich ja leiden. Wer schreibt einem denn vor, dass man den Großteil seiner Zeit an einem Fleck auf dieser Erde verbringen muss? Warum ist man nicht „frei“ was das angeht? Klar, Wohnsitz, Arbeit, angemeldet sein bla bla bla, ok.

Wir sollten aufhören zu glauben, dass wir leben um zu arbeiten, sondern anfangen zu arbeiten um zu leben.

❤️

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein wunderschönes Wochenende!

Durcheinander.

Wer kennt das nicht? Es läuft nicht so wie geplant, sondern irgendwie entwickeln sich die Dinge in eine Richtung, die man in dieser Form nicht vor Augen hatte. Ich bin ein Mensch, der immer erst denkt, dass alles gut wird und es spannend ist, was auf mich zukommt. Dann denke ich darüber nach und mir fallen nur negative Punkte ein, wodurch ich panisch werde und meine Gedanken mehr und mehr auf die Negativ-Punkte fokussiere. Je mehr ich allerdings über die Sache nachdenke, desto mehr merke ich auch, wie wenig es mich belastet, wie wenig es mich persönlich und direkt etwas angeht oder aber auch: wie wenig groß/bedeutsam die Veränderung eigentlich ist.

Dieser Monat ist bei mir beruflich gesehen sehr nervenaufreibend, denn in unserem Unternehmen stehen viele Änderungen und Neuerungen an. Momentan ist allerdings gewissermaßen ein Schwebe-Zustand in dem einige Leute unsicher sind und sich – genau so wie ich (wie oben beschrieben) auch manchmal – zu viele negative Gedanken machen. Diese Gedanken werden natürlich auch an mich als Sekretariat/Teamassistenz rangetragen und ich mache mir mit Gedanken. Teilweise beschäftige ich mich gedanklich dann mit Themen, die mich eigentlich selbst gar nicht betreffen. Das zieht mich manchmal runter. Aber genau das versuche ich immer und immer wieder zu umgehen.

Ich versuche aktuell verstärkt darauf zu achten, dass mich die Sorgen und Probleme anderer Menschen zwar interessieren (und das tun sie!), aber mich nicht beherrschen und über meine Stimmung entscheiden. Man muss sich immer wieder auf sich selbst, seine Pläne und sein Leben fokussieren und darf seine eigenen Wünsche und Ziele nicht aus den Augen verlieren.

Zu mir: Ich bin wenig ängstlich was die Umstrukturierung betrifft, obwohl ich selbst auch zu einem großen Teil davon betroffen sein werde, schätze ich. Aber ändern kann ich nichts. Ich kann die Dinge so nehmen wie sie kommen, mich darauf freuen und mit der Situation arbeiten, so wie sie sich ergibt. Darauf bin ich sehr gespannt und freue mich schon auf neue Herausforderungen und Aufgaben.

Ich habe mir heute so viele Gedanken über positive Dinge gemacht und darüber, wie man gewisse Dinge im Unternehmen unterbringt, Initiativen, die ich gern starten würde and so on and so on. Also bleibt gespannt wie es sich hier auf diesem Blog in der nächsten Zeit entwickeln wird 😉

Kurz nochmal zu meiner Geschichte: Leider gibt es einige persönliche Gründe für meine Schreibblockade, die ich hier ungern aufbröseln möchte, aber die nun mal leider Gottes dafür sorgen, dass ich momentan (seit einer gefühlten Ewigkeit) nichts kreatives mehr schreiben kann. Und bevor ich Blödsinn schreibe, den ich nicht mit meinem Herzen vertreten kann, lasse ich es ganz. Niemand ist perfekt und Ziele müssen ja schließlich auch nicht immer sofort erreicht werden 😛

Wenn aus Lust Frust wird.

Auch wenn es inhaltlich sicher spannender wäre, geht es in diesem Beitrag nicht um sexuelle Lust. Schade.

Es geht viel mehr um die Lust daran, gewisse Dinge zu erledigen, zu erleben oder auch zu lernen. Leider erlebe ich es momentan öfters am eigenen Leib was es heißt wenn der Frust die Lust beherrscht. Ich möchte Euch kurz einige Beispiele nennen und Euch erklären, wie ich versuche aus diesen Frust-Momenten auszubrechen:

Beispiel 1:
Ich nehme mir vor, dass ich abends neue Musik herunterlade und auf meinem USB-Stick speichere, damit ich im Auto endlich wieder neue Musik habe.

Wie es dann kommt:
Ich steige aus dem Auto aus, vergesse den USB-Stick und möchte das Haus nicht mehr verlassen, weil es draußen so kalt ist. Das nervt mich, weil ich eigentlich gern die neue Musik hätte und es schon wieder nichts wird.

Beispiel 2:
Ich habe mir vorgenommen jeden Tag Sport zu machen.

Wie es dann kommt:
Ich fange mit einem Sportprogramm an und merke mittendrin, dass ich meine Hand nicht belasten kann. Die Hälfte der Sportübungen fällt also aus. Na toll. Ich bin beleidigt und habe automatisch auch auf die anderen Übungen keine Lust mehr, weil ich das Gefühl habe, dass es keine vollständigen Workouts sind.

Beispiel 3:
Ich nehme mir vor, einen Beitrag zu schreiben.

Wie es dann kommt:
Mir fallen einfach nicht die richtigen Worte ein und ich habe eine Schreibblockade. Schon ist der freie Abend – an dem ich hätte schreiben können – wieder rum und ich habe kein Wort notiert.

Zu Beispiel 3 muss ich sagen, dass es genau in diesem Moment leider so ist. Ich will unbedingt diesen Beitrag schreiben. Allerdings habe ich gerade eine Nachricht bekommen, dass der Mann gleich nach Hause kommt und dementsprechend muss ich gleich noch etwas kochen; muss dann ja bald beginnen. Mir fällt ein, dass ich noch ein Video schneiden wollte und eigentlich will ich vor dem Schlafen noch etwas lesen, aber ich merke schon wie müde ich bin. Das Handy vibriert. Eine SMS von der Freundin, mit der man eigentlich eine Sportchallenge macht, in der sie ein Foto schickt und sagt, dass sie ihr tägliches Workout schon erledigt hat. Toll, wieder etwas, was man noch in den Ablauf quetschen muss. Es ist bereits neun Uhr.

Wie gehen wir die Sache sinnvoll an?
Man sollte sich immer hinterfragen. Es ist wichtig, dass man weiß, welche Aufgaben überhaupt wichtig sind und welche liegenbleiben können. Welche Dinge möchte ich heute Abend gern noch machen – und wäre unglücklich wenn ich sie nicht machen würde – und welche mache ich zum Beispiel morgen. Dann ist es wichtig, dass man sich die Zeit für gewisse Dinge nimmt. Der Abwasch kann auch mal liegen bleiben wenn man stattdessen etwas schafft, was man schon länger vor sich her schiebt. Der Mann wird nicht verhungern, wenn er sein Essen etwas später bekommt.

Ich merke gerade in diesem Monat (der guten Vorsätze) wieder, wie wichtig es ist, dass man entschleunigt und sich nicht immer nur selbst unter Druck setzt bzw. unter Druck setzen lässt. Der Tag hat nur 24 Stunden und man muss versuchen, mit dieser Zeit so gut wie möglich zu haushalten. Und einige Dinge müssen einfach geschoben werden.

Wichtig ist hierbei natürlich auch die Prioritätensetzung. Dazu möchte ich Euch im nächsten Beitrag gern nochmal meine Gedanken kundtun. Aber für heute muss ich erst mal aufhören, denn Ihr habt ja gelesen, dass ich noch ein – zwei Kleinigkeiten zu erledigen habe.

Was mir den Frust nimmt sind nämlich abgehakte ToDo’s. 😉

xoxo
Eure Alex