Ende.

Schon ist der Februar wieder vorbei.

Hattet Ihr einen tollen Monat? Gab es etwas Besonderes was bei Euch passiert ist?

Bei mir sind viele tolle Ereignisse gewesen und es war ein schöner Monat. Ein kleiner Dämpfer ist, dass der Monat heute mit dem Todestag meiner lieben Oma endet.

Aber da sie gedanklich immer dabei war ist alles gut ❤️

Mal schauen wie der März wird 🙂

Er startet für mich mit einer Fahrt nach Berlin mit meiner Mutti ❤️

Kann also nur gut werden!

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Berlin .. oh Berlin.

Wir sind dieses Wochenende von Samstag auf Sonntag in Berlin mit der Familie des Mannes. Letztes Jahr zu Weihnachten hatten wir seinem Vater schon diesen Ausflug geschenkt und jetzt nun wollen wir den Gutschein endlich einlösen. Meine Freude in Bezug auf Familienausflüge ist eher begrenzt. Meine Freude in Bezug auf Berlin aber grenzenlos. Zwei Dinge, die es nun zu kombinieren galt.

Ihr erinnert Euch vielleicht noch ein meine letzten beiden Beiträge aus Berlin bzw. von der An- und Abreise. Dort hatte ich beschrieben wie ich mit meiner Mama sehr abenteuerlich hergekommen und wieder abgereist bin. In meinen Augen sehr lesenswert 😉

Nun denn … wir sind dieses Mal mit zwei Autos gefahren, haben unterwegs Frühstückspause mit Brettchen und Butter aus der Tupperdose gemacht. Gestern Abend waren wir gutbürgerlich essen und da fiel es mir besonders auf. Wir hätten im Keller einen coolen Platz bekommen können an Hochtisch-Plätzen. Das Ganze hätten wir etwas zusammenschieben müssen aber es wäre eine coole Atmosphäre gewesen. Es kam ein Widerspruch aus der Gruppe, es sei zu eng wenn man dort essen wollte. Im Endeffekt saßen wir 7 Leute dann draußen an einem Tisch für 6. Ich saß in einer Ecke und hatte sehr wenig Platz. War natürlich nicht so eng wie unten. Und warum? Weil es darum gar nicht ging. Worum auch immer, aber um „eng“ oder „nicht eng“ ging es definitiv nicht. Mir war es egal weil ich normalerweise mit einem Börek am Kotti auf dem Boden sitze 😂 aber amüsant fand ich es dennoch.

Das sind die Unterschiede wenn man eine andere Reisegruppe dabei hat. Wir haben einige tolle Ecken gesehen und ich habe ein paar schöne Bilder gemacht. Aber halt alles etwas anders und eher „anständig“ und „zivilisiert“. Es hat Spaß gemacht und war nett.

Aber ich bin dann doch eher der entspannte Mensch der auf dem Boden sitzt weil einem grad danach ist. Ich gehe hier gern auf Flohmärkte und in Secondhandshops und ich genieße es einfach nur hier so sein zu können wie ich bin. Ach ja, was ich hasse: sich durch sein Verhalten stark als Touri outen. Buh, da bin ich leider gar kein Fan von. Nö.

Bis bald schönes Berlin.

Berlin hoch zwei.

Berlin hoch zwei.

Gut. Das Wochenende war hervorragend und Mutti und ich sind wieder gesund und munter Zuhause angekommen. Dennoch möchte ich Euch den Bericht zu unserer Rückreise nicht vorenthalten 😉 Denn sie war auf eine Art spektakulär. Auf eine andere Art irgendwie nervig und vor allem LANGWIERIG.

Unser Plan war es, früh am Busbahnhof zu sein, um einen guten Platz im Bus zu ergattern und nicht wieder hinter „nudistischen Indern“ zu sitzen. Wir waren also gefühlt eine Stunde vor Abfahrt des Busses am Bahnhof und hielten Ausschau nach unserem Gate. Ich vermutete, dass es das gate 62 sein musste, denn dort fuhren auch andere Busse nach Hamburg. Und in die Richtung wollten wir ja schließlich. Eine Weile bevor der Bus fahren sollte, guckte ich nochmal auf die Abfahrts-Tafel und dort stand CUXHAVEN 13:15 Uhr Gate 52. Ich überlegte kurz. „Oh ja, wir wollen ja nach Cuxhaven.“ Meine Mutti war schon begeistert von meiner Kunst, das richtige Gate zu finden und so gingen wir rüber zu dem anderen Gate. Als wir näher kamen, sahen wir die vielen Menschen, die dort bereits standen. Die Laune war kurz im Keller. Allerdings wollten all diese Menschen nicht nach Cuxhaven, sondern nach Esbjerg. Der Bus hatte Verspätung und somit standen sie noch alle an unserem Gate.

Als der Bus kam, kristallisierte sich langsam heraus, wer alles in unsere Richtung wollte und wer in den Esbjerg-Bus einstieg. Man hätte es auch an der Kleidung erahnen können. Man könnte sagen, dass die langweiligen Menschen unseren Bus nehmen wollten und die anderen Menschen den anderen Bus. Wir nannten sie „Kegelgruppe“, die Leute die dann zu uns kamen. Es waren diverse ältere Pärchen. Vielleicht 6-8 Personen. Sie fragten, wo wir hinwollten. Ich sagte Cuxhaven und dann sagte sie, dass sie noch weiter wollen. Ich guckte etwas verwirrt und sagte, dass ich gehofft habe, dass Cuxhaven das Endziel dieses Busses ist. Der Mann von der Frau, die diesen dusseligen Kommentar von sich gegeben hatte, meckerte schon mit ihr. Bitte schaut mal alle auf der Landkarte nach, wo Cuxhaven liegt und wo Gnarrenburg. Dort wollten sie nämlich hin und hatten scheinbar außer Acht gelassen, dass Cuxhaven das Ende von allem ist. Vom Bus, von der Autobahn A27, von der Bahn (Kopfbahnhof), von allem einfach 😀

Alle waren im Bus, als der Busfahrer bemerkte, dass der hintere Fernseher lose an einem Kabel von der Decke hing. Er versuchte kurz ihn wieder fest zu machen, schaffte es aber nicht und ignorierte ihn dann. Schon kurz nach dem Losfahren fing der Fernseher an wie wild durch die Gegend zu schwingen. Natürlich auch gegen die Scheibe. Mutti und ich hätten uns sehr über eine kaputte Scheibe gefreut. Es waren 33 Grad außerhalb des Busses und auch nicht viel weniger innerhalb. Nun ja … die Kegelgruppe fand das nicht so amüsant und war direkt in Aufruhr. Die erste Person ging nach vorne. Es war ein Mann der einen mit seinem Gelaber so wahnsinnig machte, dass man gern aus dem Dachfenster geklettern und vom Bus gesprungen wäre. Ich zumindest gern. Er sprach mit dem Busfahrer (den das alles recht wenig interessierte) und ergatterte einen Erste-Hilfe-Kasten. Als er an mir vorbeilief, war ich schon so genervt, dass ich sagte „Hoffentlich ist der nicht abgelaufen“. Es passierte was passieren musste und ich möchte betonen, dass ich diese Art von Mensch hasse, er sagte „Ne, ist noch bis 21 haltbar“. Wow. Meinte der wohl, dass meine Sorge ernst gemeint war? Natürlich nicht.

Ihr fragt Euch was er mit dem Erste-Hilfe-Kasten vor hatte? Er hat zwei Kotztüten aus dem Bus genommen und den Fernseher darin eingewickelt. Dann nahm er einen Verband und tüddelte ihn tausendmal um den Fernseher und anschließend befestigte er das Ganze an einem Griff neben der Toilette. Er bekam für sein Kunstwerk einen Applaus. Mutti und ich enthielten uns mit Klatschen. Wir waren noch mit Lachen beschäftigt und mit der Frage, was wir wohl verbrochen haben, dass wir mit diesen Leuten in einem Bus sitzen mussten. Gleichgesinnte Menschen (die es unter Euch vielleicht auch gibt) werden sich jetzt fragen: „Ja, war doch super, dass er das gemacht hat“. Ja kann schon sein. Aber es war nervig. All diese Menschen waren nervig und gaben dusselige Kommentare ab und ich hasse sie einfach :):)

Es waren insgesamt ca. 7 Leute, die alle nacheinander über die Fahrt verteilt zum Busfahrer gingen. Denn WLAN und Strom funktionierten auch nicht im Bus und die älteren Herrschaften waren allesamt sehr angepisst davon. Da soll doch nochmal einer sagen, dass die Jugend (da zähle ich mich gönnerhaft einfach noch mit zu) von heute immer nur am Handy hängt und sich nicht anders zu beschäftigen weiß. Als ob.

Was soll ich sagen? Es gab drei Staus aufgrund von Unfällen und Baustellen und wir fuhren bis Hamburg 6!!!! Stunden. Wir entschieden dann spontan, dass wir in Hamburg aussteigen wollten und die Bahn für den weiteren Weg nehmen wollten. Denn der Bus wäre noch über Bremervörde, Beverstedt, Bremerhaven gefahren. Und nun nehmt nochmal die Landkarte und geht diese Strecke mit dem Finger ab. Es wäre eine Katastrophe gewesen. Wir nahmen also die Bahn. Somit konnten wir am Bahnhof noch etwas essen, konnten auf Toilette, Mutti konnte eine rauchen und wir hatten im Zug Beinfreiheit und alles war entspannt. Zuhause angekommen sind wir um 21:37 Uhr. Das war ein langer Tag und ich kann den Flixbus zwar empfehlen, aber Ihr solltet Euch für den Tag nichts Besonderes mehr vornehmen, an dem Ihr mit dem Bus fahrt.

Berlin, Berlin.

[…] hier könnte was Spannendes stehen. Tut es aber nicht.

Wir entschieden uns für die Bus-Bahn-Bus-Variante. Was im Detail bedeutet: jeder stieg an seiner „hauseigenen“ Bushaltestelle im Heimatdorf ein. Muttis Station ist zwei von meiner entfernt, ich war also die Erste. Dort stiegen auch insgesamt nur 4 weitere Personen ein. Sehr überschaubar das Ganze.

Auf dem Weg zum Bahnhof in der Stadt gab es schon den ersten „Blickfang“. Eine Fahrradfahrerin war von einem Auto angefahren worden und lag auf der Straße. Sah nicht gut aus. Die Frau, nicht die Straße.

Wir liefen um das Bahnhofsgebäude herum, was selbstverständlich schon seit Ewigkeiten saniert wird, um uns die Tickets zu besorgen. Der Metronom-Ticketautomat war natürlich außer Betrieb. Der Bahn-Automat funktionierte. Was zum Knabbern holten wir uns noch und dann sollte die wilde Fahrt losgehen. Bis Hamburg wollten wir mit dem Metronom fahren.

Mein Papa kam noch kurz zum Tschüss sagen vorbei. Er arbeitet auch bei der Bahn und hatte seine orangefarbene Latzhose an und sein Funkgerät am Mann. Sehr süß 😍 er war extra da um Mutti noch einen Abschiedsknutschi zu geben. Schnulzige Spießer. ❤️

Wir entschieden uns – typisch wir – für einen Klappsitz im Snackwagen. Die Sitze sind viel cooler als die normalen in der 2. Klasse.

Ach, die 2. Klasse … da fällt mir doch glatt noch eine Geschichte zu ein. Einige Tage vor unserer Reise wurde ich belehrt, wie viel besser doch die 1. Klasse wäre und dass es in jedem 1. Klasse-Wagen ein WC gäbe und man mehr Beinfreiheit hätte.

Umso amüsierter war ich, als eine gut betuchte ältere Frau aus der 1. Klasse kam, an uns vorbeilief und -ich habe sie beobachtet – das WC im anderen Wagen aufsuchte. Ha! Es war also gelogen! Und die Beinfreiheit auf meinem Klappsitz war phänomenal, also: 2. Klasse ist mehr mein Ding 😉

Wo war ich? Achja. Der Snack-Wagen. Mutti und ich freuten uns auf ein Stück Schokolade aus dem gut gekühlten Automaten. Ich lief also hin und wollte mal die Auswahl betrachten. Pustekuchen! Der Metronom kann nicht nur defekte Ticket-Automaten, sondern auch kaputte Snack- und Getränkeautomaten 😂

Wir haben es überlebt. Natürlich sind wir immer vorbereitet und hatten ja Snacks dabei 🙂 Die Ankunft hätte sich fast noch verzögert, da es bei gefühlt jeder Haltestelle Menschen mit Fahrrädern gab, die es nicht geschafft haben, in den richtigen Wagen einzusteigen. Dies wurde dann vom Lokführer lautstark und vor allem mehrmals kommentiert. Typisch deutsch! Man stelle sich die Menschen vor, die einen Anschlusszug in Hamburg hätten verpassen können, nur, weil dieses Rad nicht in Wagen 3 stehen durfte, sondern in den 2. Wagen gehörte.

Mittlerweile sitzen wir im Flixbus. Sogar nebeneinander, wonach es zunächst nicht aussah. Ein Gedränge und Gerangel war das beim Einsteigen. Man man man. Aber die Taschen sind drin, wir sind drin, haben Snacks und Mutti liest während ich diesen Beitrag schreibe.

Ok. „Wer raucht in Toilette, bitte kommen Sie nach vorne.“ Wow. Das wird hier scheinbar auch noch spannend. Wollen wir uns kurz über die Typen vor uns unterhalten, die Bier trinken, obwohl es verboten ist? Oder über die Tatsache, das einer von Ihnen die ganze Zeit Swingerclubs samt Rezensionen auf seinem Handy anguckt?!? Es wird dort ausgiebig beschrieben wer mit wem und wie und wie lange und wo und mir ist gleich schlecht. Bin nicht verklemmt, aber das ist mir too much. Achja. Er war auch derjenige der gerade runter zum Busfahrer musste und gefragt wurde, ob er auf Klo geraucht hat. Nein hatte er nicht. Wir fuhren auf einen Parkplatz. Mutti ab nach unten weil sie draußen eine rauchen wollte. Nix is. Der Stopp war nur, weil der Busfahrer die Sache mit dem Ilo kontrollieren musste. Wir fuhren weiter. Dann kam die Durchsage: es wurde nicht geraucht, sondern der Notruf alarmiert. Wir wurden dann nochmal alle freundlich darauf hingewiesen, dass wir den Knopf nicht drücken dürfen, denn „rot ist Gefahr!“ Die Herren vor uns sehen alle aus wie Inder. Der Busfahrer ist auch mit einem FREUNDLICHEN Akzent ausgestattet, denn laut dem Flixbus-Versprechen hat man immer einen FREUNDLICHEN Busfahrer. Wow. Wow. Wow.

Bis Berlin ist es noch eine Stunde. Vielleicht schließe ich die Augen oder male alle Kästchen meines Karo-Blocks aus. Mal sehen. Auf jeden Fall wird es mir eine Freude werden 😎 denn: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin❤️