Versprochen?!

Kurze Fragerunde am Dienstag.

Wer von Euch führt Selbstgespräche? Wer von Euch führt sie laut?

Wenn Ihr mit Euch sprecht und einen Fehler macht (ein Wort falsch aussprecht), korrigiert Ihr es dann auch laut?

Genau das habe ich heute Morgen schon gemacht und mich im Nachhinein gefragt, ob das normal ist 😂

„Das war aber n geiles Brötsch“ war der Satz. Habe es dann in „Brot“ korrigiert und kam mir richtig albern dabei vor 🙈

Bitte sagt mir, dass ich nicht allein damit bin..

Für sich selbst einstehen.

Ein großes Thema, wie ich finde. Ein wichtiges Thema. Doch wie wichtig? Und gibt es da nicht auch noch die anderen?

Das sind gute Fragen. Fragen, über die ich mir aktuell Gedanken mache und über deren Antworten ich mir nicht ganz im Klaren bin. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich sehr unbeliebt mache, aber ich bin leider nicht so ein riesiger Fan vom Thema „Selbstbestimmung“ aus Kindergartenkreisen. Zumindest hatte ich Gespräche mit einer Erzieherin, die viel darüber spricht, wie wichtig es ist, dass Kinder das tun was sie möchten und nicht das was die Erwachsenen von ihnen verlangen. Man wird als schlechte Mutter/schlechter Vater abgestempelt, wenn man den Kindern Vorschriften macht und wenn es Strafen gibt. Positive Verstärkung wird oft erwähnt. Leider kann ich aus Erfahrung sprechen und weiß, dass es nicht bei allen Kindern der optimale Weg ist, wenn sie immer und alles selbst entscheiden dürfen. Denn Selbstbestimmung hin oder her: eine gewisse Gesellschaftstauglichkeit ist für die Zukunft eines Kindes unabdingbar. So meine Meinung.

Ich weife ab ..

Auch wenn ich der obigen Meinung bin, bin ich dennoch auch der Meinung, dass man sich mehr mit sich selbst befassen sollte. Die Medien leben es uns vor und auf Social Media wird so oft von Freiräumen und von Selbstbestimmung gesprochen. Aber ist das was wir da sehen und teilweise nachmachen wirklich das was WIR wollen? Ist es wirklich das was UNS glücklich macht? Oder machen wir uns damit ebenfalls zu Marionetten der Gesellschaft und der Werbung?

Ich persönlich habe mir als Ziel für dieses Jahr gesetzt, dass ich mehr Zeit für mich investiere. Für MICH. Ich mache so viel für andere. Für Kollegen, für Familie, für Freunde. Doch wenn man mal genau überlegt: wie viel machen genau diese Personen andersherum für einen selbst? Da fällt einem relativ schnell auf, für wen sich der Aufwand lohnt und bei wem man den Aufwand runterschrauben kann.

Wie ich allerdings auch immer wieder feststelle, sind wir Menschen Gewohnheitstiere. Und wenn jahrelang etwas auf eine gewisse Art und ohne Widerworte gemacht wurde und plötzlich soll der Kollege es selbst machen: Holla die Waldfee. Dann ist aber Holland in Not und es kommen Fragen auf. Fragen kommen auch gern Zuhause auf. Wenn man „…doch sonst immer die dreckigen Socken im ganzen Haus zusammengesucht und gewaschen hat…“. Das hat man vielleicht getan. Aber nun möchte man es nicht mehr machen. Nun möchte man die Zeit lieber nutzen um etwas zu lesen oder um ein Bad zu nehmen – überspitzt gesagt.

Zum Beispiel sitze ich gerade an diesem Beitrag statt den Spüler auszuräumen, was zeitlich sehr viel besser wäre, was ich aber nicht möchte. Das war nur ein kleines Beispiel von vielen, an denen ich arbeite.

Warum müssen wir die Wünsche und Vorstellungen in Bezug auf unsere (freie) Zeit immer über die unseren stellen? Warum kochen wir ein tolles Essen nur wenn der Partner Zuhause ist und nicht mal nur für uns allein? Warum gönnen wir uns nicht mal ein neues Parfüm aber dem Partner kaufen wir die Sportschuhe, die gerade reduziert sind und ihm doch so gut gefallen? Ist es nur, weil wir dem anderen gefallen wollen? Weil wir dem anderen alles recht machen wollen? Weil wir es so gewohnt sind? Weil wir den anderen lieben/respektieren/denken wir müssten es aus Hierarchiegründen?

Ich denke nicht! Wir sollten wieder mehr an uns selbst denken und öfter mal das machen was WIR wollen und nicht das was andere von uns möchten. Wenn wir mit uns fertig sind, dann kommen die anderen.

Schönen Abend noch 🙂

Selbstgespräche.

Noch so ein Thema was mich ständig beschäftigt und bei dem ich denke, dass es nicht „normal“ ist in welchem Ausmaß ich es betreibe.

Ob im Büro, Zuhause, im Auto oder im Freien – ich spreche. Und das nicht unbedingt immer mit Mensch oder Tier. Gern auch einfach mit mir selbst. Ein einfaches Beispiel, was sicher auch viele Menschen verstehen und ähnlich machen, wäre, dass ich mich selbst laut darauf hinweise, dass ich noch den Müll rausbringen wollte. „Achja, den Müll muss ich ja noch rausbringen bevor ich zu meiner Verabredung gehe.“ Ich denke das macht jeder mal. Vielleicht nicht unbedingt laut, aber zumindest denken tun es viele.

Bei mir läuft das laut ab. Und im Büro ist es besonders auffällig und häufig, da ich mir dort viele Sachen gleichzeitig merken muss und manchmal merhere Menschen gleichzeitig oder direkt hintereinander ins Büro kommen und Aufgaben an mich abtreten oder mir Infos geben. Da kommt man schon mal ins Schleudern wenn man sich nicht alles direkt aufschreibt oder gleich erledigt. Und selbst wenn etwas bereits erledigt ist, kommt es vielleicht nochmal ins Bewusstsein zurück und man fragt sich „habe ich das schon erledigt? War da noch etwas?“ Und genau diese Fragen stelle ich mir dann laut. Meine Auszubildenden sind immer schon daran gewöhnt mit mir 🙂

In der Tat sind das aber immer noch einfache Selbstgespräche. Anders ist es oftmals im Auto auf der Fahrt zur Arbeit. Ich beschäftige mich mit einigen Themen nämlich so stark, dass ich im Auto Gespräche führe. Gespräche, die laut stattfinden. Und dann spreche ich nicht nur mit mir, sondern habe auch einen Gesprächspartner. Der spricht auch laut. Manchmal. Beispiel: Ich rufe bei einer Arztpraxis an und habe eine Auseinandersetzung mit der Arzthelferin. Ich spreche dann eine mögliche Ausseinandersetzung mit beiden Rollen laut aus und bekomme so schlechte Laune, weil ich mir vorstelle, dass es in echt wirklich so laufen wird, wenn es soweit ist. Es braucht dann oft eine gewisse Zeit um meine Laune wieder zu neutralisieren und mir klar zu werden, dass es nur in meinem Kopf (und laut im Auto :D) stattgefunden hat und „nicht real“ war.

Ist das nicht grenzwertig?

Kennzeichendschungel.

Ein Kennzeichen setzt sich oft aus dem Anfangsbuchstaben vom Vor- und Nachnamen, sowie den Zahlen des Geburtsdatums zusammen.

Viele Menschen finden das toll oder sogar lustig. Für mich ist es ein Graus! Ich finde es schlimm, wenn ich ein junges Mädel aus Ihrem rosafarbenen Polo steigen sehe und nach einem Blick auf ihr Kennzeichen ihr Geburtsdatum und in vielen Fällen auch an Vornamen kenne (oftmals bei Jenny oder Jaqueline der Fall).

Leider ist es nicht nur das, was mir bei Kennzeichen auffällt. Ich merke mir Kennteichen oftmals auch. Und zwar nicht nur die Kennzeichen meiner Eltern, sondern auch von Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen, Fremden … von JEDEM.

Das soll verrückt sein? HA! Ich schaue mir die Kennzeichen an und „spiele mit den Zahlen“. Also 918 zum Beispiel:

9=1+8

9=9

2*9=18

1+8=9

9:3=3

Und 3 Ziffern hat die Zahl.

(Dieses Kennzeichen ist in sich perfekt.)

Manchmal wird es auch so verrückte dass ich nicht „weggucken“ kann. Vor ein paar Tagen war in einer Ortschaft, durch die wir mit dem Auto gefahren sind, eine Veranstaltung und diverse Leute parkten ihre Autos am Straßenrand. Mein Kopf zwang mich gewissermaßen dazu, mir jedes Kennzeichen zumindest mal kurz anzugucken. Mit dem Gegenverkehr verhält es sich genauso. Ich muss immer alle Kennzeichen um mich herum angucken.

Geht es noch jemanden von Euch so? ^^

Die Sache mit dem „normal“ sein ..

Normal .. wer oder was ist schon „normal“? Diese Frage habe ich mir natürlich – genau wie viele andere Menschen – auch schon oft gestellt.

Ich möchte hier aber weniger auf etwas „Normales“ eingehen, sondern mehr auf Dinge, von denen ich weiß, dass sie sicherlich nicht „normal“ sind. 😂

In den kommenden Tagen gehe ich mal genauer auf meine verrückten Ticks ein. Man muss hier ja auch mal was zum Schmunzeln bieten 😉

Bleibt gespannt 🙂

Müll, Müll, Müll. – Warum?

Wir unterhalten uns ständig über die Verschmutzung der Meere, über die bösen Diesel-Fahrzeuge, die gefährlichen Atomkraftwerke etc. Aber warum sehen wir nicht das Naheliegende?

Vor ein paar Wochen wollte ich nach Feierabend nochmal schnell zum Einkaufen flitzen. Ich lief also los und entdeckte schon auf der gegenüberliegenden Straßenseite etwas für mich Unfassbares..

Seit wann sind Zigarettenautomaten Mülleimer?!?

Fassungslos lief ich weiter und achtete dabei genau auf den Boden, auf das Gebüsch und auf die kleinen Rasenflächen, die mich noch von meinem Ziel trennten.

Leider wurde der Anblick nicht besser … eher im Gegenteil: ich war und bin schockiert!

Ich weiß, man erkennt nicht sooo viel, aber man erkennt etwas. Und alles was keine Steine/Zaun sind oder grün ist, ist nunmal irgendwie Müll… Und das kann es doch nicht sein! In Wahrheit sah es noch viel schlimmer aus und ich kann nicht verstehen, wie so etwas sein kann (man muss dazu sagen, dass mein Weg nur ca. 1 Minute lang war!!!). Warum unterhalten wir uns nicht mal über den Müll vor unseren Augen bevor wir versuchen „die Welt zu retten“? Denn wenn wir mit den kleinen Dingen beginnen würden, dann wäre schon mal ein wichtiger Schritt getan.